RailCity fährt richtig ein

Lang Gysi Knoll führt die neue SBB-Immobilien-Marke ein

Lang Gysi Knoll führt die neue SBB-Immobilien-Marke einVon Luca Aloisi Zug um Zug baut SBB Immobilien sieben Grossbahnhöfe zu Einkaufs- und Dienstleistungszentren um. Das erweiterte Shopping-Erlebnis der Bahn trägt die Marke RailCity und die Agentur, die den SBB-Brand launcht, den Namen Lang Gysi Knoll.
Im zweitgrössten Shoppingcenter der Schweiz (nach Umsatz) sind Parkplätze kein Thema – es hat keine. Dafür wartet das Einkaufszentrum unter dem Zürcher Hauptbahnhof mit anderen Vorteilen auf: lange Öffnungszeiten, Sonntagsverkauf, zentrale Lage und ein guter Branchenmix im Dienstleistungs- und Einkaufsbereich. Das urbane Reise-, Begegnungs- und Einkaufszentrum mit den hohen Frequenzen soll nun stringent vermarktet werden.
Dazu haben die SBB ihre Grossbahnhöfe Genf, Lausanne, Bern, Basel, Luzern, Winterthur und Zürich HB zu einem separaten Portfolio vereint, das vom eigenständigen Geschäftsbereich RailCity der SBB Immobilien geführt wird. Ziel ist es, diese sukzessive in moderne Zentren mit ähnlicher Mieterstruktur und gepflegtem Ambiente aus- und umzubauen.
«Zweifellos bedarf die neue Marke RailCity einer natio-
nalen und flächendeckenden Kommunikation, die nicht nur auffällt, sondern richtig einfährt», sagt Annette Kupferschmied, Beraterin bei Lang Gysi Knoll (LGK).
Die Berner Werbeagentur hat das Mandat vor rund einem Jahr im Pitch gewonnen. LGK überzeugte mit einer simplen, bestechenden Lösung: «Wir haben versucht, die Kernbotschaft in einer Zwei-Phasen-Strategie zu dramatisieren», erklärt AD Jean-Marc Meyer. Die da lautet: In RailCity findet man immer, mit wenigen Ausnahmen, alles.
Alles ausser den Zytglogge-Turm, den Bärengraben…
So machen bei der angerollten Lancierung in Bern Plakate und Tramhänger die Marke publik, indem sie einen verblüffenden Link zu lokalen Attraktionen schaffen, die eben nicht im RailCity-Sortiment zu finden sind. Mit dem Lokalkolorit der Copy-Sujets wird der Betrachter involviert und mit der «umgekehrten Beweisführung» über die Breite der Produktpalette informiert.
Nebst den nicht zum Verkauf stehenden Gepäckwagen, Rolltreppen, Billettautomaten und
E-Boards durften sich die Krea-tiven für die Below-the-Line-Massnahmen eines grossartigen Mediums bedienen: Der gesamte Bahnhof avanciert zum augenfälligen Werbeträger mit seiner 520 Quadratmeter grossen Gebäudefassade. Aufschrift hier: «Diesen Bahnhof kann man nicht kaufen.» Die Auflösung: «Alles andere gibts in RailCity.»
Wann und ob der Vorreiter – das Zürcher ShopVille – überhaupt in RailCity Zürich umbenannt wird, steht noch in den Sternen. Die Frage sei verfrüht, entgegnet man bei der Mietervereinigung ShopVille: Vorerst müssten sich die beiden Vermieter – die Liegenschaftsverwaltung der Stadt Zürich und SBB Immobilien – zu weiteren Gesprächen treffen.

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