Bien cuit, Monsieur Heller
Das Koch- und Lifestyle-Special Al dente der SI expandiert bereits in die Westschweiz
Das Koch- und Lifestyle-Special Al dente der SI expandiert bereits in die WestschweizVon Markus Knöpfli Al dente, das vierteljährliche Special der Schweizer Illustrierten, ist noch kaum aufgetischt – schon stürzen sich die Romands darauf. Ab 19. März erscheint Al dente deshalb auch auf Französisch.
Am 19. August 2002 ist die zweite Ausgabe von Al dente, dem vierteljährlichen Koch- und Lifestyle-Special der Schweizer Illustrierten (SI), erschienen. Eine Woche später folgten die Ergebnisse einer Blue-Eyes Leserumfrage bei 1200 SI-Abonnenten: 46 Prozent aller Befragten kannten Al dente (ungestützt), 83 Prozent mögen daran besonders die Verbindung zwischen Kochen und Lifestyle,
73 Prozent der Leser heben Al dente auf oder geben die Zeitschrift weiter, 56 Prozent nehmen sie mehrmals zur Hand. Ein fulminanter Start.
Natürlich profitiert das SI-Special vom ungefragten Gratistransport in alle SI-Haushalte, ebenso von der gleichnamigen Sendung auf SF 2, die allerdings nur ein knappes Jahr zuvor gestartet ist. Von der Sendung hat das rund 100 Seiten umfassende Heft exklusiv alle Rezepte. Doch der Rest des Konzeptes steht auf eigenen Füssen. Während die TV-Sendung eine reine Betty-Bossi-Produktion ist (50 Prozent Ringier, 50 Prozent Coop), handelt es sich bei Al dente um ein Joint Venture aus Betty Bossi, Gault Millau und SI. Eigentlicher USP ist die Symbiose zwischen Küchenratgeber und Restaurantführer, gepaart mit der grossen SI-Lesergemeinde. «Wir haben offenbar den richtigen Nerv getroffen», konstatiert SI-Verlagsdirektor Urs Heller. Es würden jeweils Hunderte von Heften nachbestellt.
Für die welsche TV-Umsetzung fehlen noch Sponsoren
Das grösste Lob erhielt «das Heft für Geniesser», wie Al dente im Untertitel heisst, aber aus jener Region, in der bekanntlich die Gourmets zu Hause sind. «Ringier Romandie will das Heft am 19. März erstmals Illustré beilegen», sagt Heller stolz. Das Westschweizer Al dente wird konzeptionell identisch sein und die gleichen Rezepte enthalten, redaktionell aber eigenständig auftreten. Im Inseratebereich gibt es einen Kombirabatt von
10 Prozent auf die SI- und Illustré-Tarife, bucht man beide Ausgaben gemeinsam.
Trotz Al-dente-Hefts und des grossen Betty-Bossi-Bekanntheitsgrads werden auch die Romands nicht in den Genuss einer entsprechenden TV-Sendung kommen. Zumindest mittelfristig nicht. «Das ist noch nicht spruchreif», sagt Heller. Hans Jürg Deutsch, Geschäftsführer Presse-TV, erklärt, warum: «Al dente ist eine Studioproduktion und müsste eins zu eins auf Französisch produziert werden. Dafür fehlen aber die Sponsoren.»
Al dente – die TV-SendungAl dente wird in der Regel jeden zweiten Dienstag auf SF 2 ausgestrahlt – ausserhalb der üblichen Presse-TV-Schiene. Wegen wichtiger Sportereignisse wird die Sendung denn auch jeweils herumgeschoben. Trotzdem erreicht sie eine durchschnittliche Einschaltquote von 310000 Zuschauern. Der Rekord liegt bei 391000 Zuschauern oder 20,4 Prozent Marktanteil. «Immer, wenn das Magazin Al dente erscheint, wird jeweils die nachfolgende TV-Sendung quotenmässig ein Renner», hat Heller festgestellt. (mk)
Am 19. August 2002 ist die zweite Ausgabe von Al dente, dem vierteljährlichen Koch- und Lifestyle-Special der Schweizer Illustrierten (SI), erschienen. Eine Woche später folgten die Ergebnisse einer Blue-Eyes Leserumfrage bei 1200 SI-Abonnenten: 46 Prozent aller Befragten kannten Al dente (ungestützt), 83 Prozent mögen daran besonders die Verbindung zwischen Kochen und Lifestyle,
73 Prozent der Leser heben Al dente auf oder geben die Zeitschrift weiter, 56 Prozent nehmen sie mehrmals zur Hand. Ein fulminanter Start.
Natürlich profitiert das SI-Special vom ungefragten Gratistransport in alle SI-Haushalte, ebenso von der gleichnamigen Sendung auf SF 2, die allerdings nur ein knappes Jahr zuvor gestartet ist. Von der Sendung hat das rund 100 Seiten umfassende Heft exklusiv alle Rezepte. Doch der Rest des Konzeptes steht auf eigenen Füssen. Während die TV-Sendung eine reine Betty-Bossi-Produktion ist (50 Prozent Ringier, 50 Prozent Coop), handelt es sich bei Al dente um ein Joint Venture aus Betty Bossi, Gault Millau und SI. Eigentlicher USP ist die Symbiose zwischen Küchenratgeber und Restaurantführer, gepaart mit der grossen SI-Lesergemeinde. «Wir haben offenbar den richtigen Nerv getroffen», konstatiert SI-Verlagsdirektor Urs Heller. Es würden jeweils Hunderte von Heften nachbestellt.
Für die welsche TV-Umsetzung fehlen noch Sponsoren
Das grösste Lob erhielt «das Heft für Geniesser», wie Al dente im Untertitel heisst, aber aus jener Region, in der bekanntlich die Gourmets zu Hause sind. «Ringier Romandie will das Heft am 19. März erstmals Illustré beilegen», sagt Heller stolz. Das Westschweizer Al dente wird konzeptionell identisch sein und die gleichen Rezepte enthalten, redaktionell aber eigenständig auftreten. Im Inseratebereich gibt es einen Kombirabatt von
10 Prozent auf die SI- und Illustré-Tarife, bucht man beide Ausgaben gemeinsam.
Trotz Al-dente-Hefts und des grossen Betty-Bossi-Bekanntheitsgrads werden auch die Romands nicht in den Genuss einer entsprechenden TV-Sendung kommen. Zumindest mittelfristig nicht. «Das ist noch nicht spruchreif», sagt Heller. Hans Jürg Deutsch, Geschäftsführer Presse-TV, erklärt, warum: «Al dente ist eine Studioproduktion und müsste eins zu eins auf Französisch produziert werden. Dafür fehlen aber die Sponsoren.»
Al dente – die TV-SendungAl dente wird in der Regel jeden zweiten Dienstag auf SF 2 ausgestrahlt – ausserhalb der üblichen Presse-TV-Schiene. Wegen wichtiger Sportereignisse wird die Sendung denn auch jeweils herumgeschoben. Trotzdem erreicht sie eine durchschnittliche Einschaltquote von 310000 Zuschauern. Der Rekord liegt bei 391000 Zuschauern oder 20,4 Prozent Marktanteil. «Immer, wenn das Magazin Al dente erscheint, wird jeweils die nachfolgende TV-Sendung quotenmässig ein Renner», hat Heller festgestellt. (mk)
