Klar kopierte Kampagne

Werbebranche Für Hesskiss und den Branchenguide Portraits drückten Agenturbosse gerne ihre Nase am Kopierer platt.

Werbebranche Für Hesskiss und den Branchenguide Portraits drückten Agenturbosse gerne ihre Nase am Kopierer platt.Nach einer längeren Kampagnenpause meldet sich der kleine Zürcher Fachverlag Aba Bertschi Verlags AG mit seinen multimedialen Agenturprofilen wieder auf den Anzeigenseiten zurück. Das nicht mehr ganz neue BSW-Konkurrenzprodukt, eine Plattform für Mitgliederagenturen, machts möglich – oder nötig. Immerhin informiert Portraits seit gut 30 Jahren über Fakten, Personen und Kampagnen der Schweizer Kommunikationsbranche. Um die Unverzichtbarkeit des renommierten und ältesten Branchenguides zu unterstreichen, hat der Verlag nach einer Evaluation die Newcomeragentur des Jahres 2002 Hesskiss mit der Entwicklung einer Anzeigenkampagne beauftragt.Anerkennung statt Eitelkeit «Wir haben alle Inserenten des Branchenführers aufgefordert, ihr Konterfei auf den Kopierer zu legen und so für Portraits mal ein etwas anderes Selbstportrait von sich zu machen», sagt Tamás Kiss. Entstanden sind aussergewöhnliche Bilder von Newcomern über bestandene Agenturcracks bis hin zu Grössen wie Stefan Vogler oder Jean Etienne Aebi, «der es tatsächlich geschafft hat, seine Natural American Spirits mit aufs Bild zu kriegen», staunt Kiss. Und so plätteten einige Dutzend Werbefachleute ihre Nasen, um die Basis zu einem eigenständigen Sujet abzulichten. Aufgelöst werden die nummerierten Köpfe mit dem Hinweis, dass im Guide Agenturprofile mit Hunderten von weiteren Portraits von Kommunikationsspezialisten zu finden seien. «Dass sich eine so eindrückliche Anzahl von Werberinnen und Werbern zum Mitmachen bewegen liess», sagt Kiss, «spricht wohl nicht nur für die Eitelkeit dieser Berufsgruppe, sondern sicher auch für die gute Verankerung des Produkts in der Branche.» Dabei verschweigt er nicht, dass die Teilnahme natürlich auch allerbeste Eigenwerbung ist.
Legten ihr Gesicht für Hesskiss aufs Kopiererglas: Mirjam Susta und Jean Etienne Aebi.

Luca Aloisi

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