Noch immer scharf auf Bündner Gras

Tourismus AY&R entdeckt für die Markenwerbung des Ferienkantons ein ganz neues Graubünden.

Tourismus AY&R entdeckt für die Markenwerbung des
Ferienkantons ein ganz neues Graubünden.
Graubünden ist «ein ganz besonderer Kanton mit ganz besonderen Leuten und Leistungen», wer möchte dieser Feststellung von Olivier Federspiel allen Ernstes widersprechen? Der Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Vereins Marke «Graubünden» rückt darum diese Aussage prominent in den Mittelpunkt einer Kampagne für den Bergkanton, der sich neu als Marke etablieren will und dazu die kommunikative Hilfe von Advico Young & Rubicam (AY&R) beansprucht.Ende Mai gewann die Werbeagentur den Pitch um die Graubünden-Markenwerbung, mit der sich die frühere «Ferienecke der Schweiz» über den Tourismus hinaus wirtschaftlich und kulturell in Szene setzen will. Im Zuge dieser Umpositionierung soll auch das neue CI mit dem Steinbock-Logo (eine Kreation der CI-Agentur Interbrand) durch klassische Werbung bekannt gemacht werden. Die Zusammenarbeit zwischen Gockhausen und Graubünden hat unübersehbar mit einem Grossplakat im Zürcher Hauptbahnhof begonnen (siehe WW 30/03) und setzt sich nun mit Printmotiven fort.
Langhaarige Rindviecher
Gestartet wird in den Anzeigen, die noch bis 11. Oktober geschaltet sind, mit drei Sujets zu den Themen Landwirtschaft, Energie und Holzbau. Eine Headline – «Wieder so Langhaarige, die aufs gute Bündner Gras scharf sind» – erinnert augenzwinkernd an ein Mailing der früheren «Graubünden»-Agentur. Weber Hodel Schmid hatte damals zu Werbezwecken ein echtes Hanfblatt verschickt. In der Anzeige aus dem Hause AY&R sind die «Langhaarigen» zottelige Hochlandrinder, die ein Bündner Biobauer aus den schottischen Highlands importiert hat. Ein anderes Sujet zeigt einen Feriengast aus Fulda, der während seiner Ferien in Graubünden nicht nur Erholung, sondern auch noch ein transportierbares Haus des Architektenbüros Padrun & Estévez gefunden hat. Wie bei allen Motiven findet sich im Kleingedruckten die Auflösung zur Headline: «Ob Bauwesen, Ferien, Energie, Transport, Bildung, Kultur oder hochwertige Produkte: Graubünden baut auf.» In diesem Geiste weist auch das dritte Sujet – Ferienlust an einem Bergsee – auf Bündner Ökostrom hin, der zu 97,5 Prozent aus optimierter Wasserkraft produziert wird.
Nebst diesen von CD André Benker und AD Valentina Herrmann verantworteten Anzeigen, die emotionale Ferienstimmung mit überraschenden Informationen zu einem modernen Kanton verbinden, arbeitet die «Graubünden»-Werbung weiterhin mit den bereits eingeführten T-Shirts von XXLarge bis Small. Für bekennende Graubünden-Fans sind wiederum Autokleber mit dem neuen CI kreiert worden.
Abschied von der Postkartenidylle: Für die Marke «Graubünden» kommuniziert AY&R die vielfältigen Urlaubsaspekte des Bergkantons.

Andreas Panzeri

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