Namenlos glücklich

Sportartikel Mit Low-Budget-Mitteln hat Publicis dem Laden «Gib mir einen Namen» Bekanntheit verschafft.

Sportartikel Mit Low-Budget-Mitteln hat Publicis dem Laden «Gib mir einen Namen» Bekanntheit verschafft.Das improvisiert anmutende Geschäftskonzept scheint aus den Zeiten zu stammen, als Zürich auf Grund seiner unzähligen kreativen Ausbrüche an allen Ecken und Enden zur «Party-Metropole» verklärt wurde. Ein Stück dieser erfrischenden Do-it-yourself-Mentalität rettet der neue Shop im Herzen der Stadt am Werdmühleplatz – «Gib mir einen Namen».Zum Konzept des jungen Sportartikelladens gehört, dass er sich laufend neu erfindet. Selbst den Namen wollen die Besitzer in einem Kundenwettbewerb demokratisch bestimmen lassen. Im Internet, auf Flyern und über Mundpropaganda wurden Kunden dazu aufgefordert, eigene Vorschläge einzureichen. Diese tapezieren mittlerweile das Ladenlokal bis unter die Decke. Im Rahmen eines Tauffestes soll aus allen Eingängen der endgültige Name ausgewählt werden. Die Party-Community ist dem No name jetzt schon gewiss. Gilt er doch nicht nur als Laden schräger Sportmode – Snowboard-Anzüge im Nadelstreifenmuster oder andere ausgefallene Stücke berühmter Marken, die nicht über die Serienreife gekommen sind. «Gib mir einen Namen» positioniert sich gleichzeitig als Plattform und Treffpunkt für «Leute, Ideen und Produkte aller Art».
Die Aktion hat, so AD Flavio Meroni, mit minimalen Mitteln Maximales erreicht: «Nämlich den Shop innert kürzester Zeit stadtbekannt zu machen». Ausgeheckt hat sie das Publicis-Team, das schon seit Jahren für die Snowboardgarage die Guerilla-Werbetrommel rührt und den Beweis erbringen will, dass Kreativität in der Werbung auch andere Wege als Poster und Doppelseite gehen kann.
Namensvorschläge der Kunden zieren die Wände des Ladens.
(la)

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