Der Trend-Schneider

Das Frühlings-Orakel der HandelsZeitung erfreut sich ungebrochener Beliebtheit.

Das Frühlings-Orakel der HandelsZeitung erfreut sich ungebrochener Beliebtheit.Der Zulauf zur alljährlichen Präsentation der Werbetrendstudie im «Lakeside» jedenfalls war enorm. Leichte Skepsis, verhaltener Optimismus, steigende Budgets – so vermeldeten die Auguren – momentan hats von allem etwas drin. Wenn auch die Banken ihre Kredite noch höchst knausrig vergeben, so hätten sie doch schon mal ihre Werbebudgets nach oben angeglichen. Düsterer die Aussichten bei den Stelleninseraten, hier sei kein Aufwärtstrend in Sicht. Und auch bei den Agenturen sind die Gefühle gemischter Natur. Während fast drei Viertel der Mediaagenturen mit einem Umsatzwachstum rechnen, tun dies von den Werbeagenturen nur die Hälfte. Qui vivra, verra! Feierlich beendet wurde das Get-together mit einem ausgedehnten Apéro und Häppchen, begleitet vom unvergleichlichen Seeblick, den das Zürichhorn bietet.Ebenfalls gefeiert wurde bei der Mediaschneider AG: Das 1000-Tage-Jubiläum. Die Party nach hundert Tagen habe man aber nicht verpasst, sie habe schlicht nicht stattgefunden, begrüsste Inhaber Urs Schneider die Gäste. Denn hundert Tage nach der Gründung habe man noch gar nichts zu melden gehabt und sei auch in den Fachmedien nicht so recht wahrgenommen worden.
Mittlerweile hat man rund 36972 Stunden gearbeitet, 14131 Anzeigen geschaltet, 38489 Plakate aushängen lassen, 12836 TV-Spots auf die Bildschirme gebracht, 27504 Radiospots in den Äther geschickt, 20962 Commercials über die Kinoleinwände flimmern lassen und last but not least rund 3,6 Tonnen Belege versendet, abgelegt oder entsorgt. Auch die berühmte weisse Seite, Papier gewordener Inbegriff des «horror vacui» einer Mediaagentur, habe man geschafft. Erschienen sei sie für Swiss in den USA. Allerdings hätten die Anwaltskosten bei Erscheinen des echten Inserats wohl ein Vielfaches des Seitenpreises betragen.
Anekdoten, die älter als 1000 Tage waren, wurden ebenfalls aufgewärmt. So habe Schneider, einst noch für m&m tätig, den heutigen APG-Verkaufsleiter Ivan Schultheiss, damals bei der P, hochkant aus dem Büro geworfen. Und auch bei Mediaschneider sei man nicht immer vor Reibereien gefeit. Allerdings gab der Firmeninhaber selbstkritisch zu, dass meist seine Ungeduld die Ursache sei. Dass er dennoch grosse Beliebtheit geniesst, war an der ungewöhnlich hohen Anzahl an Mitbringseln zu erkennen.
Der Gabentisch quoll über und brach, vorab unter dem Gewicht einer Flasche Champagner vom Format Methusalem (6 Liter), beinahe zusammen. Ein noch wertvolleres Geschenk erhielt der passionierte Velofahrer allerdings von seinem Kunden Andy Rihs. Das allererste Trikot der diesjährigen Tour-de-France-Mannschaft von Phonak. Die Leibchen seien eben erst aus der Produktion angeliefert und noch nicht mal der Presse vorgestellt worden, liess Rihs verlauten. Worauf Schneider die Vorlage aufnahm und meinte, dass die 1000 Tage von Mediaschneider nur als erste Etappe zu werten seien. Die zweite werde dann am 27. März 2007 nach 2000 Tagen beendet, man solle sich doch dieses Datum schon mal fürs nächste Fest vormerken.
Dies gilt besonders für Ehefrau Marlise Schneider. Sie zeichnete mit ihrer PR-Agentur Union 3 für den Ablauf des ganzen Fests verantwortlich. Besonders in Erinnerung geblieben ist dabei die überdurchschnittlich hohe Qualität der gereichten Weine. Aber auch die auf den Punkt gegrillten Spiesschen und anderen Häppchen waren nicht ohne. Vielleicht gibts ja, da die Nachfrage nach guten Events in der Branche gross ist, doch schon nach 500 Tagen eine weitere Party. Auf dem Bergpreis der zweiten Etappe quasi, um nochmals zum Radfahrer-Jargon zurückzukehren.
Beat Fritschwurde es letzte Woche nicht langweilig. Nachdem sich der März eher mager an Events zeigte, dreht sich das Blatt im April. Den Auftakt machte die Verlagsgruppe HandelsZeitung mit der Werbetrendstudien-Präsentation im Lakeside Casino Zürichhorn; Anlass für ein ebenfalls gelungenes Fest waren die ersten 1000 Tage der Agentur Mediaschneider im Seefeld.
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Partys trifft, orten wir an den diversen Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps und weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
Überrascht immer wieder mit einer illustren Gästeliste: Verleger Ralph Büchi (l.), mit Chris Flückiger von der Agentur Mediatonic.
Martin Spieler kümmerte sich um die Banken: Monika Hofmann (l.), UBS Wealth Managament, und Bernadette Grossenbacher, ZKB.
Zeigte sich wie eh und je von seiner charmanten Seite: Renato Oliva von der HandelsZeitung mit Claudia Haering.
Michael Ebnöther (l.) leitet bei Jean Frey Kooperationsprojekte und small-talkte mit Markus Will, Lesermarkt Zeitschriften bei Ringier.
Stocks-Verlagsleiterin Patrizia Serra mit Urs Meier, Geschäftsführer der SKO, und Samuel Dubno (r.), vom Euroforum der HandelsZeitung.
Fachsimpeleien gabs zwischen Patrick Suire (l.) von Swissquote und Walter Weder, mit MRG Urheber der Werbetrendstudie.
Gute Bekannte von den «Castors», der losen Vereinigung zur Pflege der französischen Sprache: Jenni Best und Jean-Christophe Francet.
Aufgeräumt: Mediaxis-Inhaber Peter Hofstetter, BSW-Geschäftsführer Walter Merz und OMD-Schweiz-Chef Christof Kaufmann (v. l.).
Laurence Saas von Mediaedge:CIA sah man im Lakeside Casino Zürichhorn eifrig mit NZZ-Anzeigenleiter Marcel Kohler diskutieren.
Hans Lackner und Christa Allenspach von Spot Promotion freuten sich über die positiven Aussichten, welche die Studie verspricht.
Beat Leuenberger von Publimedia und Moritz Weibel von Publimag «bearbeiteten» Massimo Lucchini (v. l.) von der Keramik Laufen.
Inge Willmann, VMK/Excellent Careers, mit Victor Zahn von der Agentur mit dem Bandwurm, Zahnzimmermannfankhauser.
Stephan Küng (l.), mit MTJ-Chefredaktor Pierre C. Meier, sah man den Umzugsstress vom vorigen Wochenende nicht mehr an.
Tagi-Verkaufsleiter Fridolin Holdener mit Publicis-CEO Kaspar Loeb und Toni Vetterli (v. l.) vom Verband Schweizer Presse.
Das Sunrise-Frauenteam von Wirz Werbung: Vanessa Rubinick, Silvia Bandschapp, Andrea Staub und Susan Baumgartner (v. l.).
Feierten ein prächtiges Fest: Urs und Marlise Schneider mit Kunde und Gast Andy Rihs (r.) vom Stäfner Hörgerätehersteller Phonak.
Allein vom Chef kann eine Agentur nicht leben: Carla Fuhlrott, Helena Maly und Martina Schulz (v. l.) gehören ebenfalls dazu.
Ein Job bei Schneider wäre doch eine Alternative, dachte sich wohl Jano Berni im Beisein von Cordula Müller (l.) und Petra Bosshard.
Giovanni Trümpi (l.), Leiter der Publimedia Bern, mit Henri Robyr, einer der Doyens des Schweizer Inserate- und Verlagswesens.
Auch wenns sehr eng war – es blieb Raum für Diskussionen, wie beispielsweise zwischen Uli Rubner und Sacha Wigdorovits.
Unterhielten sich in einer ruhigen Ecke: Hansruedi Fuhrer (l.) von Kunde Biomed mit Peter Kümmerli, Beobachter-Verlagsleiter.
Standen Spalier, um für die ersten 1000 Tage Mediaschneider zu gratulieren: Ludy Turkavka (l.), Jeannine Fédier und Fernando Kolb.
Drei Engel für Ursli: Teresa Eisenring mit Claudia Bächler von Phonak und Tagi-Verlagsleiterin Maili Wolf (v. l.).
Leicht weinselige Ecke: Weinbuchautor Ernst Meier, Edelweiss, mit Felix Kilchsperger und Bruno Oetterli (v. l.), Radiotele.
Daniela Hobi mit Sandro Rüegger (l.) und René Hildbrand vom TR7, welche Schneider auf besondere Weise ins TV-Umfeld hoben.
Daniel Pauletto (r.), hier mit Fridolin Holdener, hielt dicht: Sein Wechsel zu Cinecom wurde erst tags darauf öffentlich.
Gut gelaunte Gäste: Patricia Müller (l.) und Peter Triner von Triumph International mit Suzana Langenegger von Smartbits.
1000 Tage SchneidermediaPräsentation Werbetrendstudie im «Lakeside»

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