Weit offene Türen für die PubliGroupe
Vermarktung Für die PubliGroupe war die Cinecom-Übernahme ein erster Schritt. Der zweite steht bevor.
Vermarktung Für die PubliGroupe war die Cinecom-Übernahme ein erster Schritt. Der zweite steht bevor.Mit der Übernahme der Cinecom hat die PubliGroupe nun auch einen – wenn auch kleinen – Fuss in der TV-Vermarktung drin. Die Pacht von Sat 1 Schweiz bringt ihr pro Jahr netto etwa 35 Millionen Franken Umsatz – rund ein Sechstel jenes Volumens, das in der Schweiz jährlich in die privaten elektronischen Medien fliesst. Für ein Unternehmen, das im Printbereich die erste Geige spielt, ist das wenig. Das grosse Abtasten beginnt
Konsequenterweise bezeichnete PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner den Cinecom-Kauf denn auch als «ersten Schritt zur Vermarktung elektronischer Medien». Und Stefan Staub, Rohners Projektverantwortlicher elektronische Medien, schob gegenüber der Werbewoche viel sagend nach, er hoffe, «dieses Jahr noch den zweiten Schritt machen zu können – wie der auch immer aussieht.»
Möglich wäre etwa der Einstieg bei einem weiteren TV- oder Radio-Vermarkter. Eine Werbewoche-Umfrage zeigt folgendes Bild: Bei Cover Media will Mitinhaberin Nicole Willinger von sondierenden Geprächen mit der P gar nichts wissen, ähnlich Paul Riesen, Sprecher beim Crossmedia-Unternehmen Goldbach Media. «Man sieht sich natürlich immer wieder», sagt er nur. Frühere Berichte, wonach Goldbach für die eigene Restrukturierung auch eine P-Beteiligung erwogen habe, dementiert er. «Es haben keine konkreten Verhandlungen stattgefunden, bei denen es um einen Einstieg oder eine Beteiligung als Finanzierungspartner ging», sagt Riesen. Stefan Staub hingegen berichtet, dass solche Gespräche – damals noch ohne ihn – «vor rund zwei Jahren beendet wurden». Wie dem auch sei, gemäss Riesen würde die P bei Goldbach heute auf verschlossene Türen stossen. Man sei auf gutem Weg, Goldbach Media selbst auf die Füsse stellen zu können, sagt er.
Auch eine Frage des Preises
Spot Promotion und Radiotele hingegen bestätigen «lose, unverbindliche» Kontakte zur P. Radiotele-Inhaber Bruno Oetterli sass nach eigenen Angaben schon mit Rohner zusammen. Sowohl Oetterli als auch Spot-Promotion-Chef Hansruedi Koelliker geben aber an, seit Monaten nichts mehr von der P gehört zu haben. Dennoch bleiben ihre Türen offen. «Ich schliesse eine Kooperation oder ein Joint Venture nicht ganz aus, letztlich gehts ums Diskutieren und um die Frage des Preises», sagt Koelliker.
Auch Oetterli will nicht einfach abwinken. Etwa weil der 58-Jährige über eine Nachfolgeregelung nachdenkt? «Nein», lacht er, «dafür fühle ich mich zu jung. Und der Laden läuft.» Eine Kooperation käme für ihn aber dann in Frage, «wenns für die Gattung Radio Sinn macht.» Ein solcher sei bei der P möglicherweise aus zwei Gründen gegeben: Zum einen, weil sie Print-Radio-TV-Pakete schnüren könnte, wovon auch das Radio profitieren würde. Zum andern, weil die mächtige P wohl etwas Stabilität in den «derzeit stark verzerrten» Radiomarkt brächte. «Ein Vermarkter, der mit der Professionalität der P im Markt aktiv ist und sauber arbeitet, täte der Gattung Radio gut», sagt Oetterli.
Lesen Sie auch Seiten 5 und 24.
Markus Knöpfli
Konsequenterweise bezeichnete PubliGroupe-CEO Hanspeter Rohner den Cinecom-Kauf denn auch als «ersten Schritt zur Vermarktung elektronischer Medien». Und Stefan Staub, Rohners Projektverantwortlicher elektronische Medien, schob gegenüber der Werbewoche viel sagend nach, er hoffe, «dieses Jahr noch den zweiten Schritt machen zu können – wie der auch immer aussieht.»
Möglich wäre etwa der Einstieg bei einem weiteren TV- oder Radio-Vermarkter. Eine Werbewoche-Umfrage zeigt folgendes Bild: Bei Cover Media will Mitinhaberin Nicole Willinger von sondierenden Geprächen mit der P gar nichts wissen, ähnlich Paul Riesen, Sprecher beim Crossmedia-Unternehmen Goldbach Media. «Man sieht sich natürlich immer wieder», sagt er nur. Frühere Berichte, wonach Goldbach für die eigene Restrukturierung auch eine P-Beteiligung erwogen habe, dementiert er. «Es haben keine konkreten Verhandlungen stattgefunden, bei denen es um einen Einstieg oder eine Beteiligung als Finanzierungspartner ging», sagt Riesen. Stefan Staub hingegen berichtet, dass solche Gespräche – damals noch ohne ihn – «vor rund zwei Jahren beendet wurden». Wie dem auch sei, gemäss Riesen würde die P bei Goldbach heute auf verschlossene Türen stossen. Man sei auf gutem Weg, Goldbach Media selbst auf die Füsse stellen zu können, sagt er.
Auch eine Frage des Preises
Spot Promotion und Radiotele hingegen bestätigen «lose, unverbindliche» Kontakte zur P. Radiotele-Inhaber Bruno Oetterli sass nach eigenen Angaben schon mit Rohner zusammen. Sowohl Oetterli als auch Spot-Promotion-Chef Hansruedi Koelliker geben aber an, seit Monaten nichts mehr von der P gehört zu haben. Dennoch bleiben ihre Türen offen. «Ich schliesse eine Kooperation oder ein Joint Venture nicht ganz aus, letztlich gehts ums Diskutieren und um die Frage des Preises», sagt Koelliker.
Auch Oetterli will nicht einfach abwinken. Etwa weil der 58-Jährige über eine Nachfolgeregelung nachdenkt? «Nein», lacht er, «dafür fühle ich mich zu jung. Und der Laden läuft.» Eine Kooperation käme für ihn aber dann in Frage, «wenns für die Gattung Radio Sinn macht.» Ein solcher sei bei der P möglicherweise aus zwei Gründen gegeben: Zum einen, weil sie Print-Radio-TV-Pakete schnüren könnte, wovon auch das Radio profitieren würde. Zum andern, weil die mächtige P wohl etwas Stabilität in den «derzeit stark verzerrten» Radiomarkt brächte. «Ein Vermarkter, der mit der Professionalität der P im Markt aktiv ist und sauber arbeitet, täte der Gattung Radio gut», sagt Oetterli.
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Markus Knöpfli
