Powerplay fürs Doppel-X
Sportfachhandel Als Erste in der Branche baut sich die Migros-Fachmarktkette SportXX ein landesweit einheitliches Image auf.
Sportfachhandel Als Erste in der Branche baut sich die Migros-Fachmarktkette SportXX ein landesweit einheitliches Image auf.Die olympische Flamme in Athen ist erloschen, und Missionschef Werner Augsburger zieht für die Schweizer Delegation Bilanz über Olympia 2004: «Mit fünf Medaillen haben wir unser Ziel erreicht.» Weniger zufrieden dürften wohl die Sponsoren der Athleten sein, fiel doch die Ausbeute bei den Spielen heuer deutlich bescheidener aus als in Sydney oder Atlanta. Sportlicher darf es der Sportfachhandel mit den durchzogenen Leistungen unserer Spitzensportler nehmen. Deren Performance hat nämlich auf den Geschäftsgang kaum Einfluss. Im Gegenteil. Weder die Konjunktur noch der Konsumentenstimmungsindex konnten der Sportbranche in den letzten Jahren etwas anhaben. Gemäss ASMAS, dem Verband Schweizer Sportfachhandel, liegt die Zuwachsrate – anders als im restlichen Detailhandel – seit mehreren Jahren mit drei bis fünf Prozent deutlich im Plus und durchbrach 2003 ohne Fahrräder die 2-Milliarden-Franken-Umsatzgrenze. «Der Sport und das Körperbewusstsein haben gesellschaftlich an Bedeutung gewonnen», kommentiert Claude Benoit, ASMAS-Präsident, die Marktentwicklung. Kurt Meister, Sportmarkt-Experte beim Marktforschungsinstitut IHA-GfK, sieht bei den «jungen Alten» eine wachsende und sportlich aktive Zielgruppe, die finanziell sehr gut dasteht.
Zur Stärkung hat allerdings ein weiterer Trend beigetragen. «Wir stellen fest, dass Alltagsbekleidung und Mode immer sportlicher werden.» Tatsächlich: Während viele Modehäuser und -abteilungen die Kundschaft nur mit Preispromotionen bei der Stange halten können, deckt sich diese für ihre Outfits und Schuhe immer häufiger in den Sportläden, Flagship-Stores und Sportfachmärkten ein. Zu Letzteren und damit zu den Gewinnern zählt auch die Migros-Fachmarktkette SportXX, die vor fünf Jahren mit sechs Filialen gestartet ist und heute bereits deren 32 betreibt.
Da das Netz mit zwei Eröffnungen im Herbst und fünf geplanten im nächsten Jahr auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden soll, der Bekanntheitsgrad jedoch nur lokal hoch ist und national gestützt nur 23 Prozent beträgt, sind die Kommunikationsverantwortlichen von der lokalen Strategie abgekommen. Geplant ist, diese Rate in einem Jahr annähernd zu verdoppeln, so Rolf Mathys, Marketingleiter bei SportXX. Um das hohe flächenbereinigte Wachstum von acht Prozent zu erreichen, genügte bisher die Bekanntmachung der Standorte, der Fachkompetenz sowie des breiten Markensortiments.
Skifahrt über Wüstensand
Trotz Strategieschwenk zum nationalen Auftritt blieb die Migros-Tochter ihrer Hausagentur Inhalt & Form treu, hat es diese doch verstanden, aus einem Image- und Abverkauf-Mix zwei halbminütige TV-Spots zu drehen – je einen für die warme und die kalte Saison. Verbindendes Element bei beiden sind die Spuren, welche die Sportler mit ihren jeweiligen Geräten – vom Bike bis zum Carvingski – auf der atemberaubenden Dünenlandschaft hinterlassen: ein grossformatiges X, das ins Logo der Sportfachmarkt-Kette projiziert wird. Im Unterschied zur Kinoversion enthalten die TV-Spots jeweils zwei Tag-ons, die bestimmte Angebote bekannt machen. Flankierend kommen das bisherige Postersujet, die Print-Beilagen sowie das breite Sponsoring-Portfolio zum Einsatz.
Image-Aufbau mit TV-Spots: Im dynamischen Schweizer Sportmarkt will SportXX weiter expandieren.
Luca Aloisi
Zur Stärkung hat allerdings ein weiterer Trend beigetragen. «Wir stellen fest, dass Alltagsbekleidung und Mode immer sportlicher werden.» Tatsächlich: Während viele Modehäuser und -abteilungen die Kundschaft nur mit Preispromotionen bei der Stange halten können, deckt sich diese für ihre Outfits und Schuhe immer häufiger in den Sportläden, Flagship-Stores und Sportfachmärkten ein. Zu Letzteren und damit zu den Gewinnern zählt auch die Migros-Fachmarktkette SportXX, die vor fünf Jahren mit sechs Filialen gestartet ist und heute bereits deren 32 betreibt.
Da das Netz mit zwei Eröffnungen im Herbst und fünf geplanten im nächsten Jahr auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden soll, der Bekanntheitsgrad jedoch nur lokal hoch ist und national gestützt nur 23 Prozent beträgt, sind die Kommunikationsverantwortlichen von der lokalen Strategie abgekommen. Geplant ist, diese Rate in einem Jahr annähernd zu verdoppeln, so Rolf Mathys, Marketingleiter bei SportXX. Um das hohe flächenbereinigte Wachstum von acht Prozent zu erreichen, genügte bisher die Bekanntmachung der Standorte, der Fachkompetenz sowie des breiten Markensortiments.
Skifahrt über Wüstensand
Trotz Strategieschwenk zum nationalen Auftritt blieb die Migros-Tochter ihrer Hausagentur Inhalt & Form treu, hat es diese doch verstanden, aus einem Image- und Abverkauf-Mix zwei halbminütige TV-Spots zu drehen – je einen für die warme und die kalte Saison. Verbindendes Element bei beiden sind die Spuren, welche die Sportler mit ihren jeweiligen Geräten – vom Bike bis zum Carvingski – auf der atemberaubenden Dünenlandschaft hinterlassen: ein grossformatiges X, das ins Logo der Sportfachmarkt-Kette projiziert wird. Im Unterschied zur Kinoversion enthalten die TV-Spots jeweils zwei Tag-ons, die bestimmte Angebote bekannt machen. Flankierend kommen das bisherige Postersujet, die Print-Beilagen sowie das breite Sponsoring-Portfolio zum Einsatz.
Image-Aufbau mit TV-Spots: Im dynamischen Schweizer Sportmarkt will SportXX weiter expandieren.
Luca Aloisi
