Textverband löst sich nach 44 Jahren auf

Der Textverband, Berufsverband der Texterinnen und Texter in der Schweiz, hat an der ausserordentlichen Online-Mitgliederversammlung vom 11. Februar 2026 seine Auflösung mit sofortiger Wirkung beschlossen. 34 Mitglieder stimmten für die Auflösung des im Jahr 1982 gegründeten Verbands.

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Quelle: Lukas Blazek; Unsplash. 

An der Online-Mitgliederversammlung vom 11. Februar 2026 kamen Vorstand und Mitglieder zum Schluss, die Auflösung des Textverbands mit sofortiger Wirkung einzuleiten. Der Entscheid zur Auflösung ist kein Ende aus heiterem Himmel.

Schwierige Rahmenbedingungen

Ende November 2025 informierte der Verband über die zunehmend schwierigen externen und internen Rahmenbedingungen für die Fortführung: Wandel und Neuausrichtung des Berufsstandes, rückläufige Anzahl Mitglieder, unbesetzte Geschäftsstelle, unbesetztes Präsidium, reduzierter Vorstand und prekäre finanzielle Situation. Der Vorstand lud zu einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung Anfang Dezember ein, an der über die Auflösung des Verbands abgestimmt werden sollte.

Gescheiterter Plan B

Ein Mitglied bot an, die Doppelrolle Geschäftsleitung und Präsidium ab April 2026 zu übernehmen und brachte die Idee eines «Plan B» ins Spiel. Dieser Plan und die Person wurden den teilnehmenden Mitgliedern vorgestellt. Daraufhin stimmten 27 Mitglieder für eine Fortführung des Verbands.

Anfang Februar wendete sich das Blatt erneut: Das Mitglied, welches hätte einsteigen wollen, teilte dem Vorstand und der Geschäftsleiterin am 5. Februar 2026 ohne Vorankündigung mit, sein Angebot zu widerrufen. Daraufhin entschied der Vorstand, die Auflösung einzuleiten und die Mitglieder einzuladen, diesen finalen Entscheid mitzutragen. 34 stimmten für die Auflösung.

Text bleibt

Der Verband bedauert die Auflösung des Textverbands in seinem 44. Jahr. Damals führte die Einführung von Mac und Personal Computer zu dramatischen Veränderungen in der Kommunikationswirtschaft und damit auf die Berufsaussichten von Texterinnen und Textern. So, wie es heute die Künstliche Intelligenz tut. Dennoch ist der Verband überzeugt: Text bleibt.

Die Website textverband.ch mit dem Texter-Pool ist noch bis circa Mitte Juni online.

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