Aktueller Status der PR-Branche: Stabil, aber unter Spardruck
Die Jobsicherheit in der PR bleibt hoch, doch die Budgets geraten zunehmend unter Druck. Das zeigt der aktuelle PR-Trendmonitor von News Aktuell und PER, für den 276 Kommunikationsprofis aus der Schweiz und Deutschland befragt wurden.

Die grosse Mehrheit der PR-Fachleute sieht ihre berufliche Situation als stabil: 81 Prozent bewerten ihren Arbeitsplatz als sicher oder sehr sicher. Damit bleibt das Sicherheitsgefühl in der Branche nahezu auf Vorjahresniveau, als 87 Prozent ihren Job als gesichert ansahen. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen mit Sparmassnahmen, die auch die Kommunikationsbudgets betreffen. Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) rechnet mit schrumpfenden Budgets, während nur 15 Prozent von einem Wachstum ausgehen.
Kommunikation unter Kostendruck
Die Hauptursache für die sinkenden Budgets sind unternehmensweite Sparprogramme, die 80 Prozent der Befragten als Grund nennen. Auch Budgetverschiebungen in andere Unternehmensbereiche (37 Prozent) und ein gestiegener Fokus auf Inhouse-PR statt externe Unterstützung (27 Prozent) setzen die Kommunikationsetats unter Druck. Knapp ein Fünftel führt Investitionen in kostengünstigere digitale Kanäle und eine Effizienzsteigerung durch technische Unterstützung als Gründe an.
Weniger ins Gewicht fallen den Umfrageergebnissen zufolge die unzureichende Messbarkeit (16 Prozent), die geringere Bedeutung von Kommunikation für das Unternehmen (15 Prozent) und die Reduzierung von Kommunikationsaktivitäten aufgrund eines geringeren Kommunikationsbedarfs (7 Prozent).
Trotz der finanziellen Einschränkungen bleibt die Geschäftsentwicklung stabil: 42 Prozent bewerten sie als zufriedenstellend, während 34 Prozent eine positive Entwicklung erwarten. Allerdings sieht rund ein Fünftel (21 Prozent) für 2025 eher schlechte bis sehr schlechte Aussichten.
Gemischte Karriereperspektiven
Bei den persönlichen Karriereaussichten zeigt sich ein differenziertes Bild. Während 31 Prozent der Befragten eine Verbesserung erwarten, gehen 36 Prozent von einer stabilen Situation aus. Der Anteil derjenigen, die eine Verschlechterung ihrer beruflichen Lage befürchten, ist jedoch gestiegen: 30 Prozent rechnen mit einer negativen Entwicklung, gegenüber 25 Prozent im Vorjahr.
