Gläserne Konsument:innen? EKK lädt zum öffentlichen Runden Tisch

Die digitale Personalisierung bietet Konsument:innen Komfort und passgenaue Angebote – doch sie wirft auch Fragen zum Schutz ihrer Daten auf. Die Eidgenössische Kommission für Konsumentenfragen EKK widmet sich diesem Thema am Donnerstag mit einem öffentlichen Runden Tisch in Bern. Expert:innen aus verschiedenen Bereichen beleuchten die Chancen und Risiken datengetriebener Geschäftsmodelle.

(Symbolbild: Unsplash.com)

Während personalisierte Empfehlungen das Konsumerlebnis verbessern können, entstehen durch datenintensive Technologien auch Risiken: Verbraucher:innen könnten die Kontrolle über ihre Daten verlieren, was ihre Position gegenüber Unternehmen schwächt. Besonders problematisch wird dies in sensiblen Bereichen wie Gesundheit, Bildung oder Energieversorgung, wo eine personalisierte Preisgestaltung oder algorithmische Entscheidungen weitreichende Folgen haben können.

Ein zentrales Thema des öffentlichen Roundtable ist, ob das bestehende Konsumentenrecht mit den Entwicklungen der digitalen Wirtschaft Schritt hält. Viele aktuelle Vorschriften basieren auf Konzepten aus einer Zeit, in der der Handel noch stärker durch physische Produkte und Dienstleistungen geprägt war. Die Regulierung der EU und andere internationale Ansätze könnten als Orientierung dienen, um neue gesetzliche Rahmenbedingungen zu diskutieren.

Der Anlass startet mit einer Analyse des Status quo. Anschliessend werden Referent:innen jeweils die folgenden verschiedenen Standpunkte vertreten: Konsumentenorganisationen, Unternehmen, Europarecht, Preis­überwachung und unlauterer Wettbewerb. Ziel ist es, einen offenen Dialog über mögliche Schutzmechanismen und Anpassungen im rechtlichen Rahmen zu führen.

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