Schweizer Erfolge beim ADC in Deutschland

Der ADC «Gipfel der Kreativität» hat nach Berlin an diesem Wochenende erstmals in Frankfurt «goldene Nägel» mit Köpfen gemacht. 6‘700 Arbeiten wurden bewertet. 8 bekamen Gold, 56 Silber, 123 Bronze und 242 noch eine Auszeichnung. Aus der Schweiz waren Euro RSCG Zürich sowie Jung von Matt/Limmat unter den Erfolgreichen.

Der am meisten beachtete Sieg beim diesjährigen ADC Gipfel ging an die Stadt Frankfurt. Diese hatte in einem landesweiten Pitch den Auftrag gewonnen, die grösste Show der deutschen Kreativwirtschaft erstmals an einem neuen Standort auszurichten, nachdem bis jetzt Berlin jahrelang die Ehre hatte. Frankfurt hat diese Chance genutzt. Der Gipfel wirkte irgendwie verjüngt. Die Dekoration war ein Hauch frecher als im eleganten Berlin. Dazu hat der «Future Congress» sowohl in Bezug auf die auffallend jungen Besucher wie auch die Sitzmöglichkeiten vorwiegend am Boden etwas den Geist von einem Campus ausstrahlen können. Die Gala hat nichts Neues gebracht. Es werden nach wie vor hunderte von Kunden und Kreativen auf die Bühne gerufen. Verraten sei hier bereits, dass Frankfurt auch für zwei Schweizer Agenturen zu einer glücklichen Bühne wurde. Euro RSCG Zürich hat in der Kategorie Film Kampagnen einen bronzenen Nagel gewonnen für die witzigen Kurzfilme «Zu schnell» für das Bundesamt für Gesundheit. Ebenfalls im Film hat Jung von Matt/Limmat eine Auszeichnung bekommen in der Kategorie Einzelspot für «Migros, Farm der Tiere». Jung von Matt/Limmat holte auch noch eine zweite Auszeichnung bei den Digitalen Medien / Banner für Pro Senectute und «Keine Freunde». Eine komplette Liste aller Gewinner findet sich auf dem angehängten PDF.
«Klassische Werbung ist auf dem Rückzug und gewinnt gleichzeitig dort, wo Formen gesprengt und neue Wege genutzt werden. Damit zeigen die prämierten Arbeiten des diesjährigen Wettbewerbs einen Trend, der für kreative kommerzielle Kommunikation in allen Disziplinen zukünftig entscheidend für Erfolg sein wird», fasste der Vorstand die Tagung in Frankfurt zusammen. Auffallend bei vielen Arbeiten war somit die gleichzeitige Nutzung von klassischen und neuen Medien. Wohin die Zukunft führen wird, zeigte auch die erstmals gleichzeitig erfolgte Verleihung der ADC Junior Awards im Rahmen der grossen Kreativ-Messe. Ernüchternd oder für einige vielleicht auch beruhigend: Die Welt der Kreativität wird von den Jungen nicht komplett auf den Kopf gestellt. «Ich brauche kein Internet», motzte sogar ein nachwachsender Preisgewinner. Mehr dazu in der kommenden Printausgabe der Werbewoche.

Andreas Panzeri

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