SRG integriert Produktionsfirma TPC – 40 Stellen werden abgebaut

Im Rahmen des Sparprogramms übernimmt die SRG bis Anfang 2020 die Produktionsfirma TPC wieder vollständig. Ausserdem entsteht ein neues IT-Kompetenzzentrum. 40 Stellen werden abgebaut, davon 20 durch Kündigungen und vorzeitige Pensionierungen.

SRF

Die SRG erwarte, durch die Massnahmen zehn Millionen Franken pro Jahr einsparen zu können, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der bisherige TPC-Chef Detlef Sold muss seinen Posten auf Mitte Jahr räumen.

Das Produktionszentrum des Schweizer Fernsehens war Anfang 2000 ausgegliedert worden. Das dadurch entstandene Unternehmen TPC mit heute rund 900 Mitarbeitenden blieb aber eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der SRG. Durch die Re-Integration sollen die Organisation und die Koordination der Produktionen vereinfacht und «vor allem auf Managementstufe» Kosten gespart werden, heisst es.

Aufgrund der Integration von TPC in SRF haben Nathalie Wappler, Direktorin SRF, und Detlef Sold, CEO TPC, im gegenseitigen Einvernehmen entschieden, dass Detlef Sold das Unternehmen auf Anfang Juli verlässt. Christoph Gebel, Senior Advisor in der Direktion von SRF, übernimmt die Projektleitung der Integration TPCund verantwortet – zusammen mit der Geschäftsleitung TPC – das zu erarbeitende Detailkonzept. Ab Juli und bis zum Start der neuen Organisation im Januar 2020 wird Christoph Gebel auch die Leitung von TPC übernehmen.

Die SRG setzt derzeit ein Sparprogramm in der Höhe von 100 Millionen Franken um. Grund dafür seien die Reduktion und Plafonierung der Gebühren, sinkende Werbeeinnahmen, Einschränkungen im digitalen Werbemarkt und Investitionen in die Zukunft.

Um «das Programmangebot zu schonen», würden vor allem Massnahmen in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur, Technik, Produktionsprozesse und Verwaltung geprüft. Gemäss Gilles Marchand soll die SRG so reformiert werden, dass die Flexibilität und Effizienz verbessert und gleichzeitig das Programmangebot maximiert werden kann.

An seiner Sitzung vom Mittwoch entschied der SRG-Verwaltungsrat deshalb weiter, bis Anfang 2020 ein neues Kompetenzzentrum für IT-Infrastruktur und IT-Services, Digitalproduktion und Distribution zu schaffen. Dieses werde von der Tochtergesellschaft Swiss TXT in Biel mit 179 Angestellten geleitet, die interne IT- und Infrastruktureinheit Init mit 100 Mitarbeitenden werde darin integriert. Für die Gekündigten stehe ein Sozialplan bereit, hiess es.

 

Technisches Produktionszentrum TPC neu bei SRF

Der Verwaltungsrat SRG hat auf Empfehlung der Geschäftsleitung SRG entschieden, das Technische Produktionszentrum tpc neu bei SRF zu integrieren. Damit sollen die Organisation und Koordination der Produktion zwischen den Unternehmenseinheiten vereinfacht werden. Durch die Restrukturierung lassen sich vor allem auf Managementstufe Kosten sparen. Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsleitung der SRG mit der Ausarbeitung eines Detailkonzepts beauftragt. Vorbehältlich des gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsverfahrens strebt die SRG eine Umsetzung der neuen Struktur per 1. Januar 2020 an.

Aufgrund der Integration von TPC in SRF haben Nathalie Wappler, Direktorin SRF, und Detlef Sold, CEO TPC, im gegenseitigen Einvernehmen entschieden, dass Detlef Sold das Unternehmen auf Anfang Juli verlässt. Christoph Gebel, Senior Advisor in der Direktion von SRF, übernimmt die Projektleitung der Integration TPCund verantwortet – zusammen mit der Geschäftsleitung TPC – das zu erarbeitende Detailkonzept. Ab Juli und bis zum Start der neuen Organisation im Januar 2020 wird Christoph Gebel auch die Leitung von TPC übernehmen.

Die nationalen Business Services werden spätestens per 1. Januar 2020 ebenfalls bei SRF angesiedelt. Diese spezialisierten Services umfassen rund 70 Vollzeitstellen in der Koordination, der Auftragsplanung und in den Solution Desks sowie in der operativen Ton-, Bild- und Datenübermittlung.

«Hüst und Hott-Politik»

Der Verwaltungsrat hat zudem die Bildung eines Kompetenzzentrums für IT-Infrastruktur und IT-Services, Digitalproduktion und Distribution beschlossen. Dieses Kompetenzzentrum soll die Tochtergesellschaft Swiss TXT (179 Mitarbeitende) mit Sitz in Biel sowie die SRG-interne IT- und Infrastruktureinheit INIT (100 Mitarbeitende) umfassen. Weiter ist und bleibt Swiss TXT das Kompetenzzentrum für Access Services der SRG. Vorbehältlich des gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsverfahrens soll auch diese Umsetzung per 1. Januar 2020 erfolgen.

Auswirkungen auf das Personal

Die beschlossenen Massnahmen sollen Einsparungen von gesamthaft zehn Millionen Franken pro Jahr einbringen. Es ist mit einer Reduktion von etwa 40 Vollzeitstellen zu rechnen, davon werden rund 20 Stellen durch Kündigungen und vorzeitige Pensionierungen abgebaut. Für die Betroffenen gibt es einen Sozialplan, der verschiedene Abfederungsmassnahmen vorsieht.

Im Rahmen der Reformen genehmigte der Verwaltungsrat eine Reihe weiterer Massnahmen, die der Generaldirektion zusätzliche Einsparungen ermöglichen.

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand dazu: «Wir reformieren die SRG weiterhin grundlegend, um die Flexibilität und Effizienz zu optimieren und gleichzeitig das Programmangebot zu maximieren. Mit der laufenden Umstrukturierung senkt die SRG ihre Kosten, optimiert ihre Produktionsprozesse und verkleinert die Generaldirektion, um sich ganz auf die strategische Führungsfunktion konzentrieren zu können.»

SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina: «Wir gehen mit diesen Beschlüssen konsequent den Weg der am 4. März 2018 angekündigten Reformen.»

Die Gewerkschaft Schweizer Syndikat Medienschaffende (SSM) kritisierte in einer Mitteilung die «Hüst- und Hott-Politik der SRG-Spitze». Das Reform- und Sparprogramm der SRG bestehe vor allem aus Verschieben, Zusammenstreichen, Auslagern, Re-Integrationen und Umstrukturierungen, ohne dass auch nur im Ansatz Details zur Umsetzung bekannt seien.

Als «skandalös» bezeichnete es das SSM, dass erneut die Angestellten den hohen Preis für «die Planspiele der SRG-Spitze» bezahlten. Es sei an der Zeit, dass sich die SRG auf ihre Werte besinne und sich die Frage stelle, was und wer ein Service public-Unternehmen ausmache. (hae/pd/SDA)

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