Wie digitale Entscheider Medien nutzen
Print ist nicht tot. Wie eine Umfrage der Agentur Frau Wenk aufzeigt, informieren sich noch immer viele Digital Manager auch über das Papier. Analysiert wurde dafür das Nutzungsverhalten von 40 Digital-Managern. Für sie haben vor allem Fach- und Branchenmagazine einen sehr hohen Stellenwert. 55 Prozent der Entscheider erachten diese als wichtige Informationsquelle, gefolgt vom persönlichen Gespräch (50 Prozent) und Newslettern (37 Prozent). Auf Platz vier landen Events und Vorträge (29 Prozent), danach folgt der Newsfeed der Businessnetzwerke Xing und LinkedIn (24 Prozent).

(Quelle: Frau Wenk)Persönliche Empfehlung gibt den Ausschlag Doch welche Quellen sind am wichtigsten, wenn es schliesslich um die Businessentscheidung geht? Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) erklärt, das persönliche Gespräch liefere am Ende den ausschlaggebenden Impuls für den Kauf. Die Mehrheit lässt sich folglich durch den Austausch mit Kollegen, Geschäftspartnern oder Kunden in seiner Entscheidung beeinflussen. „Für Unternehmen, die etwa digitale Technologie verkaufen wollen, empfiehlt sich neben einer Präsenz in Fachmagazinen also vor allem, auf Partner-Programme und Empfehlungsmarketing zu setzen, denn ihre Bestandskunden sind der beste Vertriebsmotor. Ein Geheimtipp ist auch die Nutzung von Xing & Co. als Newskanal für die Unternehmensnachrichten. Diese Funktion wird noch wenig genutzt“, kommentiert Andrea Buzzi, Geschäftsführerin der Agentur Frau Wenk, die Ergebnisse.Gelesen wird zwischendurch Grundsätzlich fühlt sich fast die Hälfte der Befragten gut informiert. Nur etwas mehr als jeder Vierte (28 Prozent) hat hier jedoch noch Nachholbedarf. Lediglich neun Prozent der Befragten gaben an, Schwierigkeiten zu haben, die Informationsfülle tagtäglich zu überblicken. Gelesen wird übrigens von einem Grossteil der Entscheider (63 Prozent) zwischendurch, wenn sie Zeit finden. Jeder Fünfte hat hierfür feste Zeitslots eingerichtet und jeder Zehnte informiert sich vor allem im persönlichen Gespräch. „Im Dialog mit dem Konsumenten haben sich längst individuelle Ansprachen in den sogenannten Micromoments durchgesetzt. Diesen Ansatz sollten sich auch BtoB-Unternehmen zu Nutze machen und ihre Kunden diesbezüglich analysieren“, rät Andrea Buzzi. „Nur wenn die Botschaft zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal gesendet wird, stösst sie bei den Führungskräften auf Gehör.“Internationale Quellen sind wichtige ImpulsgeberNeben den deutschen Medien lesen die Digital-Manager hierzulande auch viele internationale Medien. Für 70 Prozent der Entscheider sind sie ein wertvoller Impulsgeber. Jeder Fünfte liest immerhin ab und zu internationale Medien.
