Wie Mobile Ad Mediation funktioniert
Ad Networks sind typischerweise auf bestimmte Anzeigenformate, Zahlungsmodelle, demografische Daten sowie Werbekunden spezialisiert. Jedes Netzwerk hat seine einzigartigen Stärken, aber auch Schwächen: Eine individuelle Komplettlösung für jeden Bedarf kann jedoch kein Anbieter garantieren.Um das Gewinnpotential einer App zu maximieren, müssen Entwickler ihre Apps deshalb über mehrere Werbenetzwerke monetarisieren. Jedoch ist das ständige Einloggen in die verschiedenen Portale sowie die kontinuierliche Verwaltung diverser Netzwerke nicht sehr effizient. Es gibt aber eine Lösung, die den Arbeitsaufwand gering hält und gleichzeitig den Gewinn maximiert. Mithilfe einer einzigen SDK können App-Entwickler zwischen zahlreichen Netzwerken vermitteln ohne viel Aufwand zu betreiben.Gibt es einen Haken bei Mediation Solutions?Ad Mediation sollte im besten Fall zu einem optimalen Ertrag für App-Entwickler führen. Das Problem dabei ist jedoch, dass die meisten Mediation-Lösungen keine Gewinne aus der Schaltung von Anzeigen externer Quellen erzielen. Sie handeln lediglich als Vermittler. „Kostenloser Service“ mag zwar gut klingen, bedeutet aber auch, dass Mediation-Anbieter ihr Geld auf andere Weise verdienen müssen. Die überwiegende Mehrheit der Mediation-Lösungen priorisiert deshalb ihr eigenes internes Angebot und bevorzugt dieses gegenüber Anzeigen aus externen Netzwerken. Das heisst wiederum, dass App-Entwickler oft nicht den höchsten Erlös erzielen.Transparenz ist die LösungApp-Entwickler, die sich mit mehreren Werbenetzwerken (Demand) über eine Mediation-Plattform verbinden, um ihre Werbeplätze (Supply) zu monetarisieren, müssen sicherstellen, dass ein fairer Wettbewerb zwischen den Networks gewährleistet ist, um ihren eCPM (effektive Kosten pro 1.000 Impressions) zu maximieren. Alle Netzwerke sollten die gleiche Chance haben, die Anzeigenanfragen zu erfüllen bzw. aufgrund ihrer Leistung ausgewählt zu werden. Dies geschieht mittels eines sogenannten Waterfall-Verfahren: Dieses basiert auf einer Liste von integrierten Netzwerken, die durch ihren bisherigen Umsatz priorisiert werden. Bei der Auswahl eines Networks beginnt die Mediation-Lösung an der Spitze des Wasserfalls, fragt Anzeigen aus dem Netzwerk an und verschiebt die Prioritätenliste, wenn der Anzeigenpool des Networks ausgeschöpft oder sich die Auszahlung verringert. Nur so wird sichergestellt, dass die jeweils höchst bezahlte Anzeige zum Zug kommt.Das Erreichen dieses Ziels erfordert volle Transparenz über den Beitrag des einzelnen Werbenetzwerks. Die vorhandenen Daten sollten so granular wie möglich sein und einen Vergleich zwischen den Netzwerken erlauben, die in ihrer Grösse und Spezialisierung sehr vielfältig sind.Leider bietet nur ein Bruchteil der Akteure im Mediation-Markt umfassende Sichtbarkeit über die Leistung jedes Ad Networks pro Traffic-Segment, wie etwa die Leistung in einem bestimmten Land oder eines bestimmten Anzeigenformats. Dieser Mangel an Transparenz verhindert, dass der App-Entwickler die Anzeigen-Auswahl und damit deren Rentabilität nachvollziehen kann.Einfache Handhabung und Flexibilität als wichtiges KriteriumWeitere entscheidende Elemente, um das Beste aus der Ad Mediation-Lösung herauszuholen, sind Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität. Als App-Entwickler möchte man zwar verstehen, was gerade passiert und ggf. auch notwendige Anpassungen schnell und nahtlos vornehmen können. Angesichts der heutigen Technologie und der hohen Standards für die App-Monetarisierung gibt es jedoch keinen Grund, ständig selbst die Zahlen in Echtzeit zu überwachen und den „Waterfall“ oder andere Einstellungen manuell anzupassen. Dafür gibt es schliesslich die Mediation-Plattform, die dies übernimmt.Darüber hinaus muss eine Mediation-Lösung Flexibilität bieten, da sich Standards häufig ändern. Einige Anzeigenformate oder Platzierungen zeigen vielleicht nicht mehr den gewünschten Ertrag, während neue Formate viel besser performen. Es gibt eine Menge an Möglichkeiten, entscheidend ist aber, schnell und unabhängig reagieren zu können.Die ideale Mediation-Lösung sollte vollautomatisch und modular aufgebaut sein. Für Entwickler muss es die Möglichkeit geben, alle Vermittlungs- und Ad-Serving-Einstellungen auf eigene Faust zu überschreiben oder zu ändern. Dies umfasst die einfache Anpassung der genutzten Netzwerk-Liste, die zu monetarisierenden Apps sowie deren jeweilige Formate und verwendeten Placements. Zudem muss die Mediation-Lösung es ermöglichen, direkte Angebote, die der App-Entwickler mit bestimmten Werbetreibenden geschlossen hat, oder interne Anzeigen für Cross-Promotion zum „Waterfall“ hinzuzufügen.Tipps wurden gegeben von Alexander Yerukhimovich, Head of Supply in MEA & CIS von Ampiri powered by Glispa Global Group.
