YouTube-VP Pedro Pina über Creators, Kultur und «Open Call»
Beim YouTube-Breakfast an den Cannes Lions sprach Vice President Pedro Pina mit m&k über die Rolle von Creator-Content in der Markenkommunikation, das neue Programm «Open Call» und die Vision für die nächsten 20 Jahre.
Zum 20. Geburtstag von YouTube blickt Pedro Pina nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn. Beim diesjährigen YouTube-Breakfast an den Cannes Lions präsentierte er in klaren Worten die strategische Ausrichtung der Plattform – und zeigte im exklusiven Interview mit m&k, wie YouTube seine Rolle als kulturelle Kraft weiter ausbauen will.
YouTube verstehe sich als Ort, an dem Menschen nicht nur konsumieren, sondern mitgestalten. In Pinas Worten ein «Epizentrum der Kultur». Mit dem rasanten Wachstum von YouTube auf dem Fernseher im Wohnzimmer sieht er die Plattform zunehmend als das neue Mainstream-Entertainment – mit einer Creator Economy, die sich in Richtung «neues Hollywood» entwickelt. Viele Creator führen mittlerweile ganze Produktionsfirmen, agieren unternehmerisch, mit Team, Drehbuch und Format.
Besondere Aufmerksamkeit widmete Pina dem Programm «Open Call», das Marken und Creator einfacher und gezielter zusammenbringt. Es erlaubt Brands, neue Talente zu entdecken, die mit ihrer Community auf authentische Weise kommunizieren – weit entfernt vom Hochglanz-Versprechen klassischer Werbung. «Creator genießen Vertrauen, weil sie als Teil der Community wahrgenommen werden», erklärt Pina. «Dieses Vertrauen lässt sich nicht einfach kaufen – aber im richtigen Kontext glaubwürdig teilen.»
Das sei es, was «Open Call» ermögliche: eine skalierbare, aber persönliche Verbindung zwischen Marke, Creator und Community. Für YouTube bedeutet das nicht weniger als eine neue Phase der Plattformentwicklung – eine, in der kulturelle Nähe, Diversität und kreative Kollaboration zur tragenden Säule werden.

