Mercato pubblicitario svizzero: l’Out-of-Home traina la crescita di agosto
Der Schweizer Werbemarkt legt im August 2026 leicht zu: Out-of-Home sorgt mit einem Plus von 22 Prozent für Schub, während Print und TV Verluste verzeichnen. Der digitale Markt kämpft weiterhin mit Erhebungsproblemen bei Google.
Der Schweizer Werbemarkt setzt seinen Erholungskurs nach der Sommerpause fort. Im August erreicht der klassische Werbedruck 262,0 Millionen Franken und liegt damit ein Prozent über dem Vorjahreswert. Kumuliert seit Jahresbeginn (YTD) summiert sich der Werbedruck auf 2395,9 Millionen Franken, was einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies zeigen aktuelle Zahlen von Media Focus.
Gemischtes Bild bei den klassischen Mediengruppen
Innerhalb der klassischen Mediengruppen zeigt sich im August ein uneinheitliches Bild. Print verzeichnet ein Minus von 12,5 Prozent, TV liegt 8,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Demgegenüber können Radio (plus 6,4 Prozent) und Kino (plus 5,8 Prozent) zulegen. Besonders dynamisch entwickelt sich Out-of-Home mit einem Zuwachs von 22,0 Prozent. Neben der Neutralitätskampagne von Pro Schweiz sorgten laut Media Focus auch Kampagnen von Galaxus, Ikea und McDonald’s für deutlich mehr Out-of-Home-Werbedruck als im August 2025.
Betrachtet man die Entwicklung der Mediengruppen seit Jahresbeginn, zeigen sich mit Ausnahme von Out-of-Home (plus 17,5 Prozent) alle Mediengruppen rückläufig. Out-of-Home trägt damit das Gesamtwachstum im Schweizer Werbemarkt massgeblich.
Digitaler Markt mit technisch bedingtem Rückgang
Im digitalen Markt beläuft sich der Brutto-Werbedruck im August auf lediglich 114,5 Millionen Franken und liegt damit erstmals in diesem Jahr mit minus 33,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang sei laut Media Focus jedoch nicht als organische Marktentwicklung zu interpretieren, sondern wesentlich durch externe technische Einflüsse auf die Datenerhebung geprägt. Anfang Juli habe Google ein Sicherheitsupdate durchgeführt, was zu einer höheren Volatilität in der Datenerhebung geführt habe. Im Verlauf des Monats habe sich die Situation wieder verbessert, heisst es weiter. Der Vorjahresvergleich bleibe insbesondere bei Search und YouTube weiterhin eingeschränkt.
Search dominiert den digitalen Media-Mix mit einem Anteil von 50,1 Prozent, gefolgt von Display mit 36,4 Prozent und YouTube mit 13,5 Prozent.
Elf Branchen mit Wachstum, zehn im Minus
Im August verzeichnet die Branche Persönlicher Bedarf das prozentual stärkste Wachstum mit plus 32,2 Prozent, was vor allem auf die Out-of-Home-Kampagne von Fielmann Optik Image und die TV-Kampagne Purina Pro Plan Tiernahrung und Pflege von Nestlé zurückzuführen ist. Trotzdem befindet sich die Branche im unteren Drittel der Tabelle. Bauen, Industrie und Einrichtung verzeichnet mit 30,1 Prozent das zweitgrösste Wachstum und positioniert sich im oberen Drittel des Rankings. Es folgen Digital & Haushalt (plus 28,7 Prozent), Initiativen & Kampagnen (plus 25,2 Prozent) und Telekommunikation (plus 22,9 Prozent).
Die Nahrungsmittelbranche steht trotz negativer YTD-Entwicklung im aktuellen Monat mit plus 13,1 Prozent an der Spitze der Tabelle. Die Branche Finanzen (plus 18,6 Prozent) komplettiert das Podest auf Rang drei. Auch Verkehrsbetriebe, Mode & Sport sowie Dienstleistungen zeigen Zunahmen im Vergleich zum Vorjahr.
Demgegenüber verzeichnen zehn Branchen deutliche Rückgänge. Besonders stark betroffen ist die Tabakwarenbranche mit einem Minus von 63,8 Prozent, gefolgt von Fahrzeuge (minus 35,1 Prozent), Kosmetik & Körperpflege (minus 28,6 Prozent), Energie (minus 28,1 Prozent) und Reinigen (minus 21,8 Prozent). Der Detailhandel kann sich trotz eines Rückgangs von 20,6 Prozent wie bereits im Vormonat auf dem zweiten Platz der Tabelle halten.
Nahrungsmittelbranche führt YTD-Ranking im Schweizer Werbemarkt an
Per August führt im klassischen Werbemarkt weiterhin die Nahrungsmittelbranche das Ranking an, gefolgt von Detailhandel und Finanzen auf den Rängen zwei und drei. Diese Rangfolge ist seit Juni unverändert. Im digitalen Werbemarkt zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Finanzbranche und der Detailhandel sind ebenfalls auf den Rängen zwei und drei vertreten, während die Nahrungsmittelbranche hier lediglich Rang zwölf erreicht. Freizeit, Gastronomie und Tourismus führt das digitale Ranking YTD klar an; im August liegt die Branche auf Rang zwei hinter dem Detailhandel. Im klassischen Markt konnte die Branche um 17,5 Prozent zulegen und sich damit auf Rang vier positionieren.
In beiden Märkten behauptet sich die Fahrzeugbranche auf Rang sieben. Pharma & Gesundheit, Mode & Sport sowie Getränke befinden sich in beiden Märkten im mittleren Drittel, während die Branchen Medien, Energie, Reinigen und Tabakwaren im unteren Drittel positioniert sind.
Booking.com weiterhin an der Spitze bei Search
Search dominiert den digitalen Media-Mix trotz der genannten technischen Schwierigkeiten in der Erhebung weiterhin mit einem Anteil von 50,1 Prozent. Das Werbeumfeld wird dabei wie in den Vormonaten vor allem von Reise-, Vergleichs- und Finanzangeboten geprägt. Seit Jahresbeginn unverändert steht Booking.com an der Spitze, gefolgt von Trivago.ch und Swisscom.ch. Trivago.ch konnte im Vergleich zum Vormonat von Position drei auf Position zwei aufsteigen.
Display und YouTube zeigen eine breitere Mischung aus Telekommunikation, Konsumgütern, Entertainment und Tourismus. Der Mobilfunkanbieter Spusu.ch führt wie bereits seit Februar bei Display das Ranking an, dahinter folgen Pet Recycling Schweiz auf Rang zwei und Ricola Kräuterbonbons auf Rang drei. Bei YouTube rangiert das E-Commerce-Unternehmen Digitec.ch an erster Stelle, gefolgt von Disney+ und der YouTube Music Mobile App. Weder ein Produkt noch eine Dienstleistung konnte sich in mehreren Kanälen unter den Top zehn halten.
Weitere Informationen zum Werbemarkt-Trend liefert Focus sui media.

