La campagna della Federazione svizzera dei non udenti fa tacere le celebrità

Mit der Kampagne «Hinhören» machen der Schweizerische Gehörlosenbund und andfrank erlebbar, was Hörbehinderung im Alltag bedeutet: Bekannte Schweizer Persönlichkeiten sprechen in die Kamera – doch es ist kein Ton zu hören.

Christa Rigozzi wirbt für barrierefreie Kommunikation. Quelle: zvg

Wenn bekannte Stimmen plötzlich verstummen

Wir leben in einer ziemlich lauten Welt. Überall blinkt und poppt etwas auf, spricht uns an oder ruft nach unserer Beachtung. Wir hören einander zu, telefonieren, schauen Videos und konsumieren jeden Tag unzählige Inhalte. Aufmerksamkeit ist dabei zu einem umkämpften Gut geworden. Wer gehört werden will, muss sich gegen immer mehr Reize behaupten. Mit einer neuen Awareness- und Fundraising-Kampagne wollen der Schweizerische Gehörlosenbund und die Agentur andfrank genau diesem Umstand entgegenwirken – und schaffen dabei einen ungewöhnlichen Moment der Stille.

Doch gerade dort, wo Aufmerksamkeit besonders wichtig wäre – bei gesellschaftlich relevanten Themen –, gehen viele Anliegen unter. Das gilt auch für Gehörlosigkeit und Hörbehinderung. Denn oftmals schafft nicht die Hörbehinderung selbst die Barrieren, sondern eine Gesellschaft und Kommunikation, die gehörlose und hörbehinderte Menschen ausschliesst.

Die Schweizerischer Gehörlosenbund Kampagne setzt auf Stille statt Lautstärke

Wie schafft man also Aufmerksamkeit für ein Thema, das nicht laut ist, aber umso wichtiger? Die Antwort des Schweizerischen Gehörlosenbunds und andfrank lautet: indem man nicht lauter wird, sondern still. Unter dem Konzept «Hinhören» wurde eine Kampagne entwickelt, die das Problem nicht nur sichtbar, sondern unmittelbar erlebbar macht. Im Zentrum stehen bekannte Schweizer Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen – Menschen, bei denen man normalerweise hinhört, wenn sie sprechen. Unter anderem beteiligen sich Timo Meier, Christa Rigozzi, Hausi Leutenegger, Sidney Schertenleib oder Nino Schurter sowie weitere Persönlichkeiten aus der Schweizer Öffentlichkeit. Sie sprechen in kurzen Videos direkt in die Kamera. Doch es ist kein Ton zu hören.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer stutzen. Ist das Gerät stummgeschaltet? Funktioniert der Lautsprecher nicht? Fehlt etwas? Dann erst folgt die Auflösung. Diese Irritation ist der Kern der Idee. Der fehlende Ton wird zum Stilmittel und schafft einen kurzen Perspektivwechsel: Hörende Menschen erleben für einen Moment, wie es sich anfühlen kann, wenn Kommunikation nicht barrierefrei ist.

Lancierung am Tag der Gebärdensprachen

Die Kampagne wurde anlässlich des Tags der Gebärdensprachen am 23. September 2026 lanciert. Dafür entstanden verschiedene Formate für TV, Online Video, Social Media und digitale Paid-Media-Kanäle. So macht «Hinhören» ein Thema spürbar, das im Alltag oft übersehen wird: eine leise Kampagne, die gerade deshalb nicht überhört werden kann.


Verantwortlich beim SGB-FSS: Yannick Schefer (Marketing & Kommunikation), Darja Budanov, Angelo Viel, Angela Hartmann (Fundraising), Carmela Zumbach (Fundraising & Berufsbildung). Responsabile presso andfrank: Ramon Alder (Concept & Creative Direction), Laura Starace, Vivian Darges (Art Direction), Michalea Blatter (Graphic Design), Nico Strässle (Managing Director), Elisa Stahel (Beratung), Florian Bieniek (Media). Unterstützende Partner: Gregor Rosenberger, Sandro Palomba (DubDub Tonstudio), Sarah Andrina Schütz (Sprecherin). Supporter: Christa Rigozzi, Emma (@wemmse), Eric Lüthi (@ericwdrae), Francine Jordi, Geraldine Reuteler, Hausi Leutenegger, Nadja Kälin, Nino Schurter, Riola Xhemaili, Simon Ehammer, Sidney Schertenleib, Taulant Gashnjani (@t_ronimo), Timo Meier, Abrogans Sportmanagement Agentur, GFC Sports Management, Headz Agency, WNXT Agency.

 

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