Media Reputation in Switzerland: Who Leads in Each of the Four Groups

Die swissreputation.group und pressrelations Schweiz haben die Berichterstattung über 65 Industrie- und Technologieunternehmen ausgewertet. Siemens, Dormakaba, Dätwyler und Sensirion erreichen die höchsten Reputation Scores in ihren Gruppen.

Lukas Zihlmann präsentiert die Reputationsstudie. Quelle: zvg

Die swissreputation.group und pressrelations Schweiz haben zum dritten Mal die Medienreputation Schweiz von Industrie- und Technologieunternehmen untersucht. Analysiert wurde die Berichterstattung über 65 Unternehmen vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2026. Siemens, Dormakaba, Dätwyler und Sensirion erzielen die höchsten Reputation Scores in ihren jeweiligen Präsenzgruppen. Gute Gesamtplatzierungen verdecken laut der Mitteilung teilweise erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Reputationsdimensionen.

So misst die Studie die Medienreputation Schweiz

Betrachtet wurden Schweizer Online- und Printmedien. Mit KI-Unterstützung werden reputationsrelevante Aussagen identifiziert, nach Tonalität bewertet und sechs Dimensionen zugeordnet: Produkte und Dienstleistungen, Innovation, wirtschaftliche Leistung, Management und Leadership, Workplace sowie ESG und Nachhaltigkeit. Der Reputation Score reicht von 0 bis 100 und berücksichtigt mediale Präsenz, Tonalität sowie Reichweite und Bedeutung der Medienquellen. Die Unternehmen sind nach Medienreichweite in vier Präsenzgruppen mit je 15 bis 17 Firmen eingeteilt. Die Zuordnung wird für jede Ausgabe neu vorgenommen.

Präsenzleader und Taktgeber

Bei den Präsenzleadern führt Siemens mit 84 Punkten und erzielt den höchsten Wert bei ESG und Nachhaltigkeit. ABB folgt mit 78 Punkten, Stadler Rail erreicht mit 66 Punkten Rang drei. Stadler Rail führt bei Produkten und Dienstleistungen, Innovation und Workplace, weist aber bei Management und Leadership sowie ESG deutlich schwächere Werte auf. Pilatus Flugzeugwerke (56) und Logitech (51) komplettieren die Top fünf.

Bei den Taktgebern liegt Dormakaba mit 79 Punkten vorn. Hitachi Energy folgt mit 68 Punkten und führt bei Workplace. V-Zug erreicht 63 Punkte und den höchsten ESG-Wert der Gruppe. Huber+Suhner (61) und Georg Fischer (59) ergänzen die Top fünf.

Wegbereiter und Hidden Champions

Bei den Wegbereitern liegt Dätwyler mit 79 Punkten knapp vor Bühler Group mit 78 Punkten. Dätwyler führt bei Produkten und Dienstleistungen, Bühler Group bei Management und Leadership sowie Workplace. Novelis folgt mit 67 Punkten, Belimo mit 64 und Temenos mit 58 Punkten.

Sensirion führt die Hidden Champions mit 83 Punkten an und bestätigt die Spitzenposition aus dem Vorjahr. Zehnder erreicht 73 Punkte, Schneider Electric 69, Liebherr 67 und Endress+Hauser 58 Punkte.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Siemens löst bei den Präsenzleadern Stadler Rail an der Spitze ab. ABB verbessert sich um einen Rang, Pilatus Flugzeugwerke und Logitech steigen in die Top fünf auf. Dormakaba führt nach dem Wechsel von den Wegbereitern zu den Taktgebern auch die neue Vergleichsgruppe an. Die Artikelzahl zu Hitachi Energy hat sich mehr als verdreifacht, zugleich fällt die Berichterstattung positiver aus. Deutlich positiver ist sie auch bei ABB, Pilatus Flugzeugwerke, Dormakaba, Dätwyler und Zehnder. Sensirion verzeichnet trotz halbierter Artikelzahl eine wesentlich positivere Tonalität.

Unterschiedliche Stärken, unterschiedliche Profile

Die führenden Unternehmen stützen ihre Position auf verschiedene Dimensionen, Spitzenwerte in einzelnen Dimensionen fallen nicht zwingend mit einem Gruppensieg zusammen. «Ein guter Gesamtwert ist der Ausgangspunkt. Für die Steuerung der Reputation müssen Unternehmen verstehen, welche Themen ihren Ruf stärken und wo kritische Wahrnehmungen entstehen», sagt Lukas Zihlmann, Geschäftsführer der swissreputation.group.

Viele Industrie- und Technologieunternehmen sind vorwiegend im Geschäft mit anderen Unternehmen tätig, die breite Bevölkerung kennt ihre Produkte kaum aus eigener Erfahrung. Medienberichte prägen daher wesentlich, wie sie als Arbeitgeber, Innovationstreiber oder hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung wahrgenommen werden. Zihlmann: «Eine kontinuierliche Berichterstattung über unterschiedliche Unternehmensleistungen kann ein breites Reputationsprofil aufbauen. Wird ein Unternehmen dagegen fast ausschliesslich im Zusammenhang mit Geschäftszahlen oder einzelnen Kontroversen wahrgenommen, bleibt sein öffentliches Bild entsprechend einseitig.»

More information: https://www.swissreputation.group

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