«Equality Prevents Violence» Campaign: Now Featuring a Relationship Check
Die nationale Präventionskampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt» geht in die nächste Runde. Das EBG und Wirz erweitern das Angebot um einen digitalen Beziehungs-Check, zusätzliche Sprachen und Gebärdensprache.

Die nationale Präventionskampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt» gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt wird weiter ausgebaut. Zum Start der neuen Kampagnenwelle erweitert das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG gemeinsam mit Wirz das Informations- und Unterstützungsangebot. Neu stehen ein digitaler Beziehungs-Check, Inhalte in Leichter Sprache und weiteren Sprachen sowie Informationen in Gebärdensprache zur Verfügung. Zudem können ab sofort auch Privatpersonen kostenlos Kampagnenmaterial bestellen.
Die Kampagne läuft seit November 2025. Sie macht auf frühe Warnzeichen von Gewalt aufmerksam, sensibilisiert für unterschiedliche Formen von Gewalt und soll Betroffenen sowie ihrem Umfeld den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten erleichtern. Ein zentraler Bestandteil ist die nationale Opferhilfe-Nummer 142.
«Gleichstellung verhindert Gewalt»: Website als Informationsangebot
Ausgebaut wird insbesondere die Kampagnenwebsite. Dort steht neu ein digitaler Beziehungs-Check bereit. Sechs einfache Fragen sollen Nutzerinnen und Nutzern helfen, mögliche Warnzeichen von Gewalt in Paarbeziehungen zu erkennen und die eigene Beziehung zu reflektieren. Der Check ist laut Mitteilung als leicht zugängliche und anonyme Orientierungshilfe konzipiert und verweist bei Bedarf auf passende Hilfs- und Beratungsangebote. Eine persönliche Beratung ersetzt er nicht.

Auch sprachlich wird der Zugang erweitert. Inhalte in Leichter Sprache gibt es neu auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Zentrale Informationen und Hilfsangebote werden zusätzlich in Albanisch, Arabisch, Bosnisch/Serbisch/Kroatisch/Montenegrinisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch angeboten. Die wichtigsten Informationen zu den Hilfsangeboten sind ausserdem in Gebärdensprache verfügbar.
Material auch für Privatpersonen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbreitung. Neu können auch Privatpersonen Kampagnenmaterial kostenlos über www.bundespublikationen.ch bestellen. Zur Verfügung stehen unter anderem Plakate, Aufkleber, Ansteck-Buttons und Flyer. Damit soll es für Einzelpersonen wie für Organisationen einfacher werden, die Botschaften im eigenen Umfeld sichtbar zu machen und auf Hilfsangebote hinzuweisen.
Bereits seit dem Start wird die Kampagne von zahlreichen Kantonen, Städten, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft mitgetragen. Sie ist Teil der Gleichstellungsstrategie 2030 des Bundes und trägt zur Umsetzung der Istanbul-Konvention bei.
Langfristiger Präventionsansatz
Wirz entwickelte die Kampagne gemeinsam mit dem EBG und einer breiten Allianz aus Bund, Kantonen, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft. Im Zentrum steht die Idee, Gewalt nicht erst dort zu thematisieren, wo sie eskaliert, sondern frühe Warnzeichen sichtbar zu machen und den Zugang zu Hilfe möglichst niederschwellig zu gestalten. Die Kampagne ist mehrjährig angelegt und richtet sich in verschiedenen Phasen an Betroffene, ihr Umfeld sowie später auch an potenzielle Tatpersonen.
Die Kampagnenwebsite mit dem Beziehungs-Check ist unter www.ohne-gewalt.ch reachable.
Verantwortlich bei EBG: Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG (Auftraggeberin). Responsible at Wirz: Campaign conception and implementation. Responsible at Konnex: Mediaplanung.
