Wirbel um Thiels Weltwoche-Artikel
Das Redaktionsgebäude der Weltwoche wird von Sicherheitsleuten bewacht. Als Grund wird der islamkritische Artikel des Satirikers Andreas Thiel vermutet. Am Samstag wurde die Website der Zeitung lahmgelegt.

Dies berichtet die Onlineausgabe von 20 Minuten am Freitag. Thiel kritisiert in seinem Artikel den Islam scharf und bezeichnet den Koran unter anderem als «Aufruf zu Gewalt», «Kern des Übels» und «Anleitung für Krieg und Unterdrückung». Laut Tagesanzeiger.ch wurde Thiel bereits am Donnerstag – dem Publikationstag – mehrfach bedroht und beschimpft, worauf er die Polizei einschaltete. Er werde «derzeit von allen Seiten vor islamistischen Attacken gewarnt – vom Islamwissenschaftler ebenso wie vom Büezer auf der Strasse», so Thiel gegenüber dem Portal. Der Schweizer Satiriker rückte bereits im Oktober in den Fokus der Öffentlichkeit, als er sich mit aller Deutlichkeit hinter die islamkritischen Äusserungen seines deutschen Berufskollegen Dieter Nuhr stellte.
Website der Weltwoche lahmgelegt
Laut Schweiz am Sonntag wurde am Samstag die Website der Weltwoche lahmgelegt – am Werk sollen «Cyber-Hacker» gewesen sein. Weltwoche.ch war auch am Sonntag Nachmittag nicht zu erreichen. Thiel rechtfertigt im Interview mit der Zeitung seinen Artikel. Er habe nicht Satire veröffentlicht, sondern die Recherche, die für Satire nötig sei. Er habe sich an Fakten gehalten und auf Polemik verzichtet. Er habe sich an die Weltwoche gewandt, nachdem er drei Ausgaben des Korans, sowie Teile der Haditha und die Biografie Mohammeds gelesen habe. «Dort war man genauso schockiert, wie ich es war, als ich den Koran zum ersten Mal gelesen hatte», so Thiel. Die Schweiz am Sonntag bezeichnet den Aritkel in einer Frage des Interviews als «billige Provokation der Weltwoche». (hae)



