Verkauf der «Monte-Carlo»-Konzession an «Energy» stösst auf Kritik

Der geplante Verkauf der Radiokonzession in der Stadt Zürich von Radio Monte Carlo an Radio Energy stösst nicht nur bei der Kantonsregierung auf Kritik. Auch der Zürcher Stadtrat und Radio 1, Radio Zürisee und Radio LoRa lehnen den Handel ab.

In den Stellungnahmen im Anhörungsverfahren des Bundesamtes für Kommunikation Bakom wird gemäss SDA eine Neuausschreibung der UKW-Konzession für die Region Zürich verlangt. Falls die Konzessionsübertragung genehmigt werde, müsse zumindest sichergestellt werden, dass Radio Energy ein qualitativ dem RMC-Konzept entsprechendes Programm ausstrahle.
Nachdem der Ringier-Sender Radio Energy bei der Vergabe der UKW-Konzessionen für die grössere Region Zürich-Glarus leer ausgegangen war und alle Rekurse gegen den Konzessionsentscheid abgelehnt worden waren, kaufte Ringier von Giuseppe Scagliones Music Frist Network die an RMC vergebene kleinere Zürcher Konzession für Energy.
Roger Schawinskis Radio 1 kritisiert vor allem das Bakom und die einstige Vergabe der Konzession an RMC. Mit dem Verkauf der Konzession Energy werde auch das Kriterium Medienvielfalt tangiert, schreibt Schawinski. Gemäss Radio Zürisee entsteht durch den Konzessionshandel eine Wettbewerbsverzerrung. Wenn das Bakom nun dennoch der Übertragung zustimme, müsse es dafür sorgen, dass Energy nicht auf der bisherigen Frequenz weitersenden dürfe. Nach Ansicht von Radio LoRa müsste die Konzession erlöschen, wenn sie vom Gesuchsteller nicht genutzt wird. Auch die Vereinigung für kritische Mediennutzung Arbus Schweiz vertritt diese Meinung.
Die SRG hingegen hat keine Einwände gegen die Konzessionsübertragung. Sie erwartet aber vom Ringier-Verlag, dass er auch dann ein Programm auf DAB ausstrahlt, wenn er eine UKW-Konzession erhält.

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