USA: Comcast darf NBC Universal schlucken

Die US-Behörden haben eine Fusion des Medienkonzerns NBC Universal mit dem Kabelnetzbetreiber Comcast unter Auflagen gebilligt. Die Telekommunikationsaufsicht verpflichtete das neue Unternehmen unter der Führung von Comcast dazu, «den Wettbewerb auf dem Videomarkt zu fördern».

Zudem müsse das Gemeinschaftsunternehmen sein Angebot an regionalen Nachrichten auszubauen, mehr Angebote für Kinder entwickeln und zusätzliche Sendungen in spanischer Sprache produzieren, hiess es am Dienstag (Ortszeit) gemäss SDA.

Ausserdem wurde der neue Konzern verpflichtet, Menschen mit niedrigen Einkommen kostengünstige Internetzugänge zu ermöglichen und schnelle Netzverbindungen für Schulen, Bibliotheken und schwach versorgte Gebiete bereitzustellen. Die Wettbewerbsaufsicht im US-Justizministerium ergänzte, dass es für Konkurrenten von Comcast auch weiterhin möglich sein müsse, die Programme von NBC Universal auszustrahlen.

Comcast und der Elektronikgigant General Electrics, dem NBC Universal zu 80 Prozent gehört, hatten die geplante Fusion im Dezember 2009 angekündigt. Damals war von einem Kaufpreis in Höhe von 30 Milliarden Dollar die Rede.Das neue Unternehmen könnte zum grössten Medienkonzern der USA aufsteigen. 2009 setzte Comcast rund 32 Mrd. Dollar um, bei NBC Universal waren es etwa 15,4 Mrd. Dollar. Der Umsatz von Walt Disney lag 2010 bei rund 41 Milliarden Dollar, Time Warner nahm etwa 26,5 Milliarden Dollar ein.
 

More articles on the topic