Ungarns Medienrat stoppt Ringier/Springer Fusion
Der ungarische Medienrat soll sich gegen eine Fusion zwischen dem Axel Springer Verlag und dem Ringier Verlag ausgesprochen haben. Nach Meinung des obersten Gremiums der Medienaufsicht NMHH würde eine Fusion die Medienvielfalt gefährden.
Konkret habe eine Analyse ergeben, dass der Zusammenschluss der ungarischen Blätter das gesetzliche Recht auf verschiedenartige Informationsquellen, wie es im Mediengesetz garantiert sei, eindeutig und bedeutend gefährdet. Dies sagte Behördensprecherin Karloa Kiricsi gemäss Pesterlloyd.net. Daher habe man die Zustimmung zur Fusion nicht erteilt, schreibt der Medienrat am Donnerstag auf seiner Website.
Der Spruch des Medienrates ist gemäss einer Regelung im neuen ungarischen Mediengesetz für die Wettbewerbsaufsicht GVH bindende. Die Stellungnahme geht zurück auf eine Anfrage, welche das Amt für Wirtschaftlichen Wettbewerb Anfang des Jahres gestellt habe, wie die Balaton-Zeitung, Ungarns deutschsprachige Monatszeitung, vermeldet. Dem ungarischen Teil des Axel-Springer-Konzerns gehören eine Wirtschaftstageszeitung, Regionalzeitungen sowie zahlreiche Wochenmagazine an. Ringier Springer und wollten ihre Beteiligungen in fünf osteuropäischen Ländern zusammenlegen.
