Ugo Rondinone gestaltet Kunstausgabe für die Neue Zürcher Zeitung

Ugo Rondinone arbeitet als Konzept-, Medien- und Installationskünstler mit grossformatigen Holzschnitten, abstrakter Malerei, Skulptur, Fotografie, Video und Comics. In der NZZ-Samstagsausgabe machte Rondinone seine Kunst öffentlich und lud die Leserschaft ein, ihr zu folgen und zu schauen, wo sie sie hinführt.

(Bilder: Studio Rondinone)

Im Interview mit Feuilletonchef Benedict Neff erklärt Ugo Rondinone, was ihn gereizt hat, die Neue Zürcher Zeitung in ein Kunstobjekt zu verwandeln: «Die Tageszeitungen sind immer weniger an der Kunst interessiert. Galerienausstellungen werden nicht mehr besprochen. Museumspolitik wird nicht mit Ausdauer debattiert. Die Gelegenheit, bunte Seiten für die NZZ-Leser zu füllen, lasse ich mir nicht entgehen. Eine Zeitung wird so zur portablen öffentlichen Kunst.»

Als schwuler Mann sah Rondinone seine Lebenszeit durch die Aids-Krise begrenzt, wie er im Interview sagt. Zeit und Vergänglichkeit, Sterblichkeit und Unendlichkeit, Jetztzeit und Zeitlosigkeit, aber auch die Existenz des Menschen im Gegensatz zu jener der Natur beschäftigen ihn fortan. Mit seiner Arbeit wurde er zu einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler – oder wie er sagt, zu einem «Künstler des Lichts», der mit seinem Werk Fenster und Türen öffnen will. Mit seinem Schaffen feiert er das Leben, seine Jahreszeiten und Rhythmen, seine Pflanzen und Steine.

​Der Feuilleton-Teil der aktuellen Kunstausgabe der Neuen Zürcher Zeitung beleuchtet das Schaffen und den Lebensweg des Künstlers. Neben einem Interview erwartet die Leserinnen und Leser ein Portrait von Feuilleton-Redaktor Philipp Meier.

​​Zusätzlich zur Kunstausgabe hat Ugo Rondinone exklusiv für die NZZ zwei Werke geschaffen: eine Serie von 27 Unikaten von Skulpturen seiner berühmten «Mountains» und einen Siebdruck aus der Serie «The Sun» in einer limitierten Auflage von 150 Stück.

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