Tamedia spart mit Süddeutsche-Flatrate

Die nächsten Sparmassnahmen bei Tamedia stehen bereits an.

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Tamedia setzt weiter den redaktionellen Rotstift an. Nach den Stellenabbauten in der Westschweiz und bei der Berner Zeitung soll es nun auch Tages-Anzeiger, Bund und Sonntagszeitung treffen. Die Massnahmen sollen eine Kostenreduktion von zwölf Prozent zur Folge haben und demnächst kommuniziert werden. Dies schreibt die Schweiz am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe.

Grundlage für den redaktionellen Abbau soll eine Art «Flatrate»-Vertrag mit der Süddeutschen Zeitung sein. Statt wie bis anhin die Artikel einzeln zu vergüten, sollen die Tamedia-Medien künftig so viele Beiträge übernehmen können, wie sie wollen. Die Pauschale soll laut «involvierten Insidern» über eine Million Franken pro Jahr kosten.

Kosten, die Tamedia bei den eigenen Redaktionen einspart – besonders bei den Ausland-Ressorts. Aber auch bei den Bereichen Gesellschaft, Wissen und Kultur. Gewisse Ressorts sollen so bis zu zwei Drittel der bisherigen Kosten einsparen. Von den 14 teils mit der Süddeutschen geteilten Auslandkorrespondenten sollen für Tages-Anzeiger und Sonntagszeitung lediglich drei übrigbleiben. Auch der Sonntagsdienst im Wirtschaftsressort soll dem Rotstift zum Opfer fallen und neu vom Inland-Team übernommen werden. So spare Tamedia die zusätzlichen Ferienwochen für das Wirtschafts-Team.

Gegenüber der Schweiz am Sonntag will Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer die Recherche nicht kommentieren. Chefredaktor Arthur Rutishauser bestätigt nur, dass ein Ausbau der seit 2009 laufenden Partnerschaft mit der Süddeutschen Zeitung «in Prüfung» sei. (hae)

Foto: Tamedia

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