SRG veröffentlicht weiterhin Trendumfragen vor Abstimmungen

Die SRG wird auch in der bevorstehenden Legislaturperiode 2011-2015 Trendumfragen vor eidgenössischen Abstimmungen publizieren. Mit der Durchführung der Befragungen wurde wieder das Forschungsinstitut GFS Bern betraut.

Die SRG führt seit 1998 regelmässig Trendbefragungen im Vorfeld von Abstimmungen durch. Wie immer vor Beginn einer neuen Legislatur hat die SRG-Chefredaktorenkonferenz auch dieses Jahr wieder in einer Ausschreibung Forschungsinstitute in der Schweiz eingeladen, sich um die Durchführung der Umfragen zu bewerben. Ein sorgfältiges Evaluationsverfahren unter den eingegangenen Offerten habe ergeben, dass GFS Bern die Anforderungen punkto Qualität, Preis und Erfordernisse der SRG-Unternehmenseinheiten aller Landesteile und aller Medien (Fernsehen, Radio und Online) insgesamt am besten erfülle, heisst es in einer Mitteilung. Das Berner Institut wird erstmals vor der eidgenössischen Abstimmung vom 11. März 2012 wieder Trendbefragungen im Auftrag der SRG erstellen.

Erhöhte Zahl Interviews und mehr Transparenz

Um die Trend-Aussagen über die Meinungsbildung in der französischen und italienischen Schweiz zu verbessern, wird künftig die Zahl der Interviews in diesen Sprachregionen erhöht. Die bei den Befragungen erarbeiteten Datensätze sind für die Wissenschaft, die den direktdemokratischen Meinungsbildungsprozess erforscht, wertvolles Grundlagenmaterial. Aus diesem Grund sind die SRG und GFS Bern übereingekommen, dass künftig die Rohdaten der Befragungen vollständig den mit der Vox-Nachbefragung und Analyse betrauten Lehrstühlen der Universitäten Bern, Genf und Zürich zur Verfügung gestellt werden. Die Vox-Nachbefragungen erfolgen im Auftrag der Bundeskanzlei und werden jeweils abwechslungsweise von den drei Universitäten ausgewertet und publiziert. Angestrebt wird seitens SRG und GFS Bern eine engere Zusammenarbeit betreffend Abstimmungsforschung mit den genannten Institutionen.

Anfangs 2010 hatte die SRG die Publikation von Umfrageergebnissen von GFS Bern vorübergehend eingestellt. Grund war eine Fehlprognose vor der eidgenössischen Abstimmung über das Minarett-Verbot

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