Service public: SRG legt Argumentarium vor

Mit der Publikation «Für alle» legt die SRG ihre Haltung im Hinblick auf die anstehende politische Diskussion über den Service public dar.

srgargumentarium

Sie versteht die gut 40-seitige Schrift als Beitrag zur Diskussion. In einer auseinanderdriftenden Medienwelt sei die SRG als öffentliches, unabhängiges Medienhaus ein Knotenpunkt, der politisch und wirtschaftlich unabhängig sei, heisst es.

Die SRG sei das einzige grosse Medienhaus in der Schweiz, das sich nicht allein auf wirtschaftsstarke Regionen wie Zürich oder Genf konzentriere. Damit setze sie einen Gegentrend zur Medienkonzentration, die vor allem im Printbereich augenfällig sei. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Medien bringe beiden Seiten Vorteile, schreibt die SRG weiter. Digitale Technologien erforderten hohe Investitionen. Mit Kooperationen liessen sich die Infrastrukturkosten aller Partner senken.

Im Zusammenspiel mehrerer Medienhäuser lasse sich zudem Werbung effizienter vermarkten, da viele Werbeauftraggeber ihre Zielgruppen crossmedial anpeilten. Aktuell führe die SRG zahlreiche Gespräche und Verhandlungen mit Verbänden und einzelnen Medienhäusern. Erste Schritte seien bereits getan. Einzelne private Medienunternehmen wollten die eigene Position stärken, indem sie die Hürden für die öffentlichen Anbieter erhöhten. Doch die Gewinner wären nicht die privaten Medienhäuser im Inland, sondern in erster Linie die grossen ausländischen Privatsender und die internationalen Medienkonzerne wie Facebook oder Google, warnt die SRG. (SDA)

Publikation «Für alle» (PDF)

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