Schawinski nicht erfreut über Verkauf von Radio 24 an Wanner
Der Gründer von Radio 24, Roger Schawinski, hat keine Freude am Verkauf von Radio 24 von Tamedia an den Aargauer Verleger Peter Wanner. Schawinski selber hat für Radio 24 mitgeboten.
Mit dem Kauf baue Wanner seine marktbeherrschende Stellung im Aargau weiter aus, sagte Schawinski am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Dadurch setze Wanner die Konzession für Radio Argovia aufs Spiel, meinte Schwainski.
Der Radiopionier trat 2008 gegen Wanners Radio Argovia mit dem Radio AG an, ging jedoch leer aus. Dasselbe Schicksal erlitt Schawinski in der Südostschweiz. Gegen die Konzessionsvergabe des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) reichte er jedoch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Dieses entschied im Dezember 2009 für ihn und dass das Uvek nochmals über die Bücher müsse. Zu prüfen ist einzig die Frage, ob die Konzessionsempfänger die Meinungs- und Angebotsfreiheit gefährden. Nach dem Kauf von Radio 24 erhofft sich Schawinski einen Entscheid zu seinen Gunsten.
Wanner habe stets damit argumentiert, dass er keine marktbeherrschende Stellung habe, weil die Zürcher Radios und vor allem Marktleader Radio 24 eine starke Konkurrenz sein würden. Mit dem geplanten Kauf richte sich nun Wanners früheres Argument gegen ihn, so Schawinski. (SDA)
