Republik überzeugt 13’845 Abonnenten und verpasst letztes Ziel knapp

Das Medienprojekt Republik hat mit seiner Idee überzeugen können: Bis Mittwochabend waren 13'845 Abonnentinnen und Abonnenten sowie rund 3,4 Millionen Franken beisammen, wie die Verantwortlichen mitteilten.

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Das Crowdfunding ist beendet, das zunächst gesteckte Ziel weit übertroffen. Geplant ist ein unabhängiges, digitales Magazin, das sich vor allem auf die Einordnung von Informationen konzentriert. Entwickelt wurde es von Project R. Erstmals erscheinen soll es Anfang 2018. Finanziert wird die Republik von den Lesern, ohne Werbeeinnahmen. Wer 240 Franken bezahlt, erhält ein Jahresabonnement und wird Mitglied der Project R Genossenschaft.

Die Crew besteht aus rund einem Dutzend Journalisten, darunter Constantin Seibt und Christof Moser. Ausserdem gehören zum Start-up-, Kommunikations-, Organisations- und IT-Spezialisten.

Um an den Start zu gehen, waren 3000 Abonnentinnen und Abonnenten sowie 750’000 Franken nötig. Dieses Ziel war bereits am Nachmittag des 26. April geschafft, am ersten Tag des Crowdfundings. Diese Summe war Bedingung für Investoren, ihrerseits 3,5 Millionen Franken zur Verfügung zu stellen. Zu den Investoren gehören etwa die Gebrüder Meili aus Zürich.

Mit der nächsten selbst gesetzten Hürde von 5000 Unterstützerinnen und Unterstützern wurden zwei Ausbildungsplätze geschaffen, bei 7000 Abos die Redaktion um eine Person erweitert. Inzwischen lässt die Zahl der Mitglieder zu, dass pro Jahr vier grosse und aufwändige Recherchen finanziert werden können und ein Budget für internationale Autorinnen und Autoren eingerichtet werden kann.

Die Hürde von 14’000 Abonnentinnen und Abonnenten hat Republik knapp verfehlt. Diese Schwelle hatte sich das Team gesetzt, um die Stelle eines Datenjournalisten oder einer Datenjournalistin zu schaffen. Das Team werde sich nun überlegen, was zu tun sei, hiess es dazu in der Mitteilung vom Mittwochabend.

«Bon pour la tête»

Auch in der Westschweiz sucht ein neues Online-Medium Unterstützung mit einem Crowdfunding. Hinter «Bon pour la tête» stehen unter anderen ehemalige Journalisten des im vergangenen Januar eingestellten Magazins L’Hebdo. Sie haben bisher noch keine Investoren im Rücken. Mit ihrem am 13. Mai gestarteten Crowdfunding übertrafen die Medienschaffenden aber ebenfalls ihr Ziel. Sie zählen bisher auf 1600 Abonnenten, die über 200’000 Franken in Aussicht stellten – doppelt wo viel, wie in dem Zeitraum angepeilt. «Bon pour la tête», gemäss eigenem Slogan ein «widerspenstiges Medium», soll im Juni lanciert werden. Die Redaktionsmitglieder arbeiten vorerst ehrenamtlich. Die Inhalte sollen freie Journalisten liefern, die pro Artikel bezahlt werden. (SDA)

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