Reporter ohne Grenzen: «Journalistin des Jahres 2009» kommt aus Israel

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die israelische Reporterin Amira Hass als «Journalistin ohne Grenzen» ausgezeichnet worden. Der Preis in der Kategorie «Medium des Jahres» ging an die tschetschenische Zeitschrift Dosh.

Hass ist Mitarbeiterin der Zeitung Haaretz und erhielt den Preis vor allem für ihre Berichte während der israelischen Militäroperation im Gazastreifen zum Jahreswechsel 2008/09, wie Reporter ohne Grenzen mitteilte. Hass ist die einzige israelische Journalistin, die in den palästinensischen Gebieten lebt und arbeitet. Die Tochter von Holocaust-Überlebenden schreibt über das Alltagsleben, die Auswirkungen der israelischen Politik und die Autonomiegebiete sowie über die palästinensische Verwaltung.
Das Magazin Dosh, das ebenfalls geehrt wurde, gehört zu den wenigen unabhängigen Medien, die über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in Tschetschenien und in den anderen Kaukasusrepubliken berichten. Die Redaktion musste nach Drohungen ihren Hauptsitz von Grosny nach Moskau verlegen. Allerdings sei es Dosh gelungen, die Arbeit danke eines grossen Korrespondentennetzes in der Kaukasusregion fortzusetzen, schreibt Reporter ohne Grenzen. Schon seit Jahren gelte die Zeitschrift als zuverlässige Nachrichtenquelle einer Region, in der es eine besonders geringe Dichte und Vielfalt an Medien gebe.

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