Publigroupe: Digitaler Bereich wächst um acht Prozent

Publigroupe verzeichnet im ersten Halbjahr 2011 ein Nettoergebnis von 14,9 Millionen Franken. Das operative Ergebnis verbessert sich von 11,3 Millionen Franken auf 13,8 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz geht um 11 Prozent zurück, während der digitale Bereich um 8 Prozent wächst.

Mit konstanten Wechselkursen gerechnet betrug der Anstieg sogar 20 Prozent, wie der Werbevermarkter am Montag mitteilte. Im traditionellen Werbevermarktungsgeschäft ist das Unternehmen weniger erfolgreich, wie die Zahlen zeigen. In den ersten sechs Monaten weitete sich hier der operative Verlust auf Ebit-Ebene von 3,7 Millionen auf 6,2 Millionen Franken aus. Ein Teil des Verlusts ist allerdings auf Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Rückzug aus dem Geschäft mit Fernsehwerbung zurückzuführen. Publigroupe hatte das Fernsehvermarktungsgeschäft der Prosieben Sat.1- und der 3+-Gruppe an ein anderes Unternehmen abgetreten.

Insgesamt wuchs der Betriebsgewinn von Publigroupe im ersten Halbjahr um 23 Prozent auf 13,8 Millionen Franken. Der Anstieg sei vor allem auf Kostensenkungen zurückzuführen, schrieb das Unternehmen. Trotzdem konnte der Konzern einen deutlichen Gewinneinbruch um 44 Prozent auf 14,9 Millionen Franken nicht verhindern. Negativ auf das Halbjahresergebnis ausgewirkt habe sich insbesondere der tiefe Kurs des Euro gegenüber dem Franken, heisst es in der Mitteilung.

Search & Find am erfolgreichsten

Am erfolgreichsten schnitt der Geschäftsbereich Search & Find ab, der 7,2 Millionen Franken zum operativen Gewinn beitrug. Erfahrungsgemäss erziele die Sparte im zweiten Halbjahr ein besseres Resultat. Insgesamt geht Publigroupe davon aus, im laufenden Geschäftsjahr das operative Ergebnis von 2010 zu verbessern.

Wegen der schlechten Entwicklung des Werbevermarktungsgeschäfts war Publigroupe 2008 in die roten Zahlen gerutscht. Durch Restrukturierungsmassnahmen, die unter anderem den Abbau von insgesamt 750 Stellen umfassten, gelang dem Konzern im letzten Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone.

> Zum Halbjahresbericht 2011 (PDF)
 

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