Privatradios senden weiterhin Warnmeldungen des Bundes

20 Privatradiostationen in der Deutsch- und Westschweiz verpflichten sich freiwillig zur Ausstrahlung amtlicher Meldungen – auch ohne Konzession. Die Vereinbarungen wurden mit den Radioverbänden VSP und RRR abgeschlossen.

(Archivbild: Keystone/Christian Beutler)

Seit dem 1. Januar 2025 sind viele Privatradios nicht mehr konzessioniert und damit nicht mehr verpflichtet, behördliche Warnmeldungen zu verbreiten. Dennoch haben sich 20 Sender mit regionalem Fokus entschieden, diese Aufgabe weiterzuführen. Die Vereinbarungen wurden mit den Verbänden Verband Schweizer Privatradios (VSP) und Radios régionales romandes (RRR) getroffen. So wird sichergestellt, dass die regionale Bevölkerung auch weiterhin in Krisensituationen zeitnah und zuverlässig informiert wird.

VSP-Geschäftsleiter Peter Scheurer betont: «Es ist den Regionalradios sehr wichtig, diesen Notfalldienst für die Bevölkerung auch weiterhin erbringen zu wollen.» Die Sender sehen die Ausstrahlung von Warnmeldungen als elementaren Teil ihres regionalen Service public, so Scheurer weiter.

Unterstützung durch Bundesstellen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS und das Bundesamt für Kommunikation BAKOM begrüssen die Initiative. Das BABS stellt weiterhin die technische Infrastruktur bereit und verbreitet die Meldungen über das bestehende Alarmsystem Alertswiss NewsML.

Mit dieser freiwilligen Verpflichtung bleibt die flächendeckende Warnung der Bevölkerung sichergestellt – ergänzt durch die 15 konzessionierten Regionalradios. Bereits am 5. Februar 2025 werden die Privatradios im Rahmen des jährlichen Sirenentests auf die Bedeutung des Alarmsystems aufmerksam machen.

Den Vertrag unterzeichnet haben die Regionalradios Energy Basel, Energy Bern, Energy St. Gallen, Energy Luzern, Energy Zürich, LFM, One FM, Radio 1, Radio 24, Radio 32, Radio Argovia, Radio Basilisk, Radio Bern1, Radio FM1, Radio Lac, Radio Pilatus, Radio Top, Radio Zürisee, Rouge FM und Sunshine Radio.

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