Online-Zeitung für Zentralschweiz geplant

In der Zentralschweiz soll eine neue Online-Zeitung lanciert werden. Angestrebt wird Qualitätsjournalismus zu lokalen und regionalen Themen. Der Starttermin ist noch offen.

Hinter dem Projekt steht die M.M.V (Meinungen.Medien.Vielfalt ). Verwaltungsratspräsident Nick Mijnssen hat am Dienstag gemäss SDA einen entsprechenden Bericht der NZZ am Sonntag bestätigt. Entstanden sei das Projekt aus Unzufriedenheit mit der dominanten Zeitung der Zentralschweiz, der Neuen Luzerner Zeitung.

Zurzeit werde das Personal für die Online-Zeitung gesucht. Mijnssen schwebt eine politisch unabhängige Redaktion mit drei bis vier Redaktoren vor. Der Starttermin sei noch offen. Mijnssen würde zwar am liebsten noch in diesem Jahr anfangen, wichtiger als ein schneller Start sei aber die Qualität des Produktes. Die Zeitung soll ab Ende Oktober einerseits als Online-Zeitung, anderseits als gedruckte Wochenzeitung erscheinen. Eine Zusammenarbeit mit dem Basler Projekt Tageswoche wolle Mijnssen nicht ausschliessen, offen sei aber, ob dort Interesse daran bestehe.

Nick Mijnssen, Erbe des Zuger Industriekonzerns Landis + Gyr, will das Zentralschweizer Projekt in der Anfangsphase finanzieren. Eine Rolle als Mäzen wie jene der Roche-Erbin Beatrice Oeri bei der Tageswoche sei aber nicht vorgesehen. Der Verwaltungsrat der M.M.V. ist der Treuhänder Beat Bachmann. Dessen Bruder, der Medienberater Ivo Bachmann, ist Präsident des Verwaltungsrates der Neuen Medien Basel, die die Tageswoche herausgegeben wird.

 

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