NZZ-Journalistin erhält Bonny-Freiheitspreis

Der Freiheitspreis 2024 der Bonny Stiftung geht an die Journalistin Dr. Katharina Fontana. Die Preisverleihung fand am Donnerstag vor über 650 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur im Rahmen des von Kellerhals Carrard durchgeführten Impulsaperos im Kursaal Bern statt.

NZZ-Journalistin Dr. Katharina Fontana.

Der mit CHF 100‘000 dotierte Preis geht dieses Jahr an die renommierte NZZ-Journalistin Dr. Katharina Fontana.

Der Vizepräsident der Stiftung, Beat Brechbühl, bezeichnete sie in seiner Laudatio als mutig-kantige und sachlich-nüchterne Freiheitsidealistin:
«Wir verleihen in einem Kant-Jahr den Freiheitspreis nicht zufällig an Dr. Katharina Fontana, denn der Trias der Kant’schen Lehre ist selten geworden im heutigen Journalismus: Das Sapere aude («Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen») hat einen schweren Stand im quotengetriebenen Kampf um Aufmerksamkeit. Der kategorische Imperativ ist ersetzt durch woken Meinungsjournalismus. Und die erkenntnistheoretische Synthese – «Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind» – droht im Einheits-brei zu versinken….»

Stilistisch elegant mit ausgesprochen spitzer Feder

Katharina Fontana ist seit 2021 als Senior Editor wieder bei der NZZ – keine Alterserscheinung, sondern eine Auszeichnung und offensichtlich ein Freipass für Grundsatzthemen und ein Steilpass für Tiefe. Sie schreibt über Vieles und sie tut es stilistisch elegant mit ausgesprochen spitzer Feder. Vor allem aber argumentiert sie mit kühler Vernunft, wo andere gefühlige Empörung kultivieren.

Dieses Widerspenstige, dieses gegen den Strich bürsten, die Unabhängigkeit von Mode und Zeitgeist beeindruckt den Stiftungsrat ebenso wie der Umstand, dass sich ihr innerer Kompass konsequent an der Freiheit, der Selbstverantwortung und an den kant’schen Tugenden von Disziplin, Fleiss und Bescheidenheit orientiert…

Das Kant-Jahr und dieser Fontana-Preis sollen Auf- und Weckruf für die Vernunft sein, heisst es in der Mitteilung. Für den gesunden Menschenverstand als Fundament. Für die Verhältnismässigkeit als Markstein. Für die Freiheit als Aussichtspunkt.


Über die Bonny Stiftung für die Freiheit

Die parteipolitisch neutrale Stiftung zeichnet jährlich eine Persönlichkeit oder eine Organisation aus, die sich um die Erhaltung der Freiheit verdient gemacht hat. Der seit 2013 jährlich verliehene Preis für die Freiheit ist mit einem Preisgeld von CHF 100‘000 dotiert. Vergangene Preisträger sind u.a. Monika Bütler, Jérémie Bongiovanni, Nicolas Jutzet und Diego Taboada von Liber-thé, Altbundesrat Kaspar Villiger, Franziska Tschudi Sauber, Marco Solari, Peter Gomez, Suzette Sandoz, Silvio Borner, Andreas Thiel/Moreno Bernas-coni, Geri Schwarz und Beat Kappeler. Die in Bern ansässige Stiftung unterstützt Projekte, welche die liberale Gesellschaftsordnung und die freie Marktwirtschaft fördern. So wurden u.a. der Deregulierungspreis «5vor12» und Projekte wie LARA, Youngpreneurs in Gymnasien und Reformideen für die Schweiz im Jahr 2030 mitinitiiert und unterstützt sowie zahlreiche weitere zivilgesellschaftliche Aktivitäten und Publikationen gefördert. Dem Stiftungsrat gehören an: Jean-Pierre Bonny (Präsident), Dr. Beat Brechbühl (Vizepräsident), Gerold Bührer, Etienne Jornod und Dr.h.c. Beat Kappeler.

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