Neue Chefredaktion für das Frauen-Magazin Clack.ch

Die beiden Journalisten Réda Phillippe El Arbi und Seraina Kobler übernehmen per Ende April die geteilte Redaktionsleitung des Online-Portals Clack.ch.

Das erste Schweizer Online-Frauenmagazin steht vor einem Quantensprung. «Das bisherige Team um Nicole Althaus, Seraina Mohr und Michael Marti hat Clack.ch auf einen guten Weg gebracht», sagt Seraina Kobler, frischgebackene Clack-Chefredaktorin. Im ursprünglichen Zielpublikum stosse man bereits an die Obergrenze. «Wir erreichen inzwischen mehr Leserinnen als etablierte Frauen-Plattformen», ergänzt ihr Co-Chefredaktor Réda Phillippe El Arbi in einer Mitteilung. In den letzten Monaten habe man mit neuen Kolumnen und breiter gefächerten Inhalten bereits die Weichen gestellt. Die neue Chefredaktion sei nun eine weitere Konsequenz des Ausbaus der Plattform.

Journalistin Seraina Kobler und Kommunikationsprofi Reda El Arbi werden die Verantwortung der Chefredaktion zu gleichen Teilen tragen. Kobler arbeitet seit über zwei Jahren auf der Nachrichtenredaktion der Sonntagszeitung. Davor schrieb sie für den Landboten und studierte Journalismus und Kulturwissenschaften in Winterthur und Konstanz. Kobler übernimmt durch die journalistische Leitung die inhaltliche Richtung, während El Arbi sich um die Web 2.0-Positionierung und die Kommunikation kümmern wird. Réda El Arbi ist zur Zeit verantwortliche Redaktor beim Stadtblog des Tages-Anzeigers und hat bei seinem Intermezzo mit dem Zücher Satiremagazin Haupstadt bereits Erfahrungen auf dem Chefsessel gemacht.

Aber was wird denn nun anders beim neuen Clack.ch? Die Kernkompetenzen, das heisst die Themen «Gender», «Lifestyle», «Karriere» und «Sex/Partnerschaft» blieben erhalten. Zusätzlich würde der Fokus aber um Aktualität, Politik und Hintergrund erweitert, sagt Kobler. «Der journalistische Aufwand wird grösser und eigene, selbst recherchierte Geschichten rücken in den Vordergrund», erklärt Kobler die Neuausrichtung. «Auch Einordnung, Meinung und Analysen, unterstützt durch die Interaktion mit den Lesern, sind die zukünftigen Schwerpunkte», ergänzt El Arbi: «Dazu benutzen wir Köpfe und Kolumnen, was bei den Leserinnen sehr gut ankommt.» Auch soll als nächster Schritt ein rollender Relaunch stattfinden. Optik, Seitenaufbau und Usability würden optimiert und dem Nutzerverhalten angepasst. Dazu gehörten weiter Kooperationen mit ausgesuchten Werbekunden und ein Update der Seite.

Und was macht ein Mann als Co-Chefredaktor bei einer Publikation mit Frauenzielgruppe? «Ich bin sozusagen das Aushänge-Bunny für die Leserschaft», scherzt El Arbi. Kobler erläutert: «Wir nehmen das mit der Chancengleichheit ernst.» El Arbi sei mit seinem medialen Hintergrund und Netzwerk die beste Ergänzung. Ausserdem sei die geschlechterübergreifende Zusammenarbeit vielseitiger und inspirierend. Das Gründungsteam um Nicole Althaus, Seraina Mohr und Michael Marti wird Clack erhalten bleiben, ob als Autorinnen oder in beratender Funktion.
 

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