Net-Metrix: Browser-Landschaft wird immer mobiler
Im Vorjahresvergleich zeigen sich für Januar 2012 markante Verschiebungen in der Browser-Landschaft: Der Anteil mobiler Browser wächst ungebrochen, der Internet-Explorer hält sich jedoch in der Schweiz nach wie vor unangefochten an der Spitze.
Vergleicht man die Anteile der Browser von Januar 2012 und Januar 2011, stechen vor allem das Wachstum von Android und der Rückgang der Protagonisten Internet Explorer und Firefox ins Auge: Mittlerweile werden 3.5 Prozent der Website-Besuche über ein Android-Gerät abgewickelt (im Vorjahr 1 Prozent), was mehr als einer Verdreifachung entspricht. Die Anteile der Besuche über Internet Explorer (43.9 Prozent; -7.8 Prozentpunkte) und Firefox (19.1 Prozent; -4.2 Prozentpunkte) setzen hingegen ihren Sinkflug fort. Die Anteile der Visits über iApps (9.8 Prozent) und den Mobile Safari (5.6 Prozent) verdoppeln sich beide im Vergleich zu Januar 2011; somit legen sowohl das mobile Surfen über Apps als auch das über den Browser von iPhone, iPad und iPhone weiter zu. Als einziger stationärer Browser kann Google Chrome mit einer Steigerung aufwarten (von 4 auf 6.5 Prozent). Mit insgesamt 2.3 Prozent (im Vorjahr 3.4 Prozent) fällt der Anteil aller übriger Browser von Opera, Black Berry, Nokia, Samsung und weiteren unspektakulär tief aus. Hier ist kein Wachstumskandidat in Sicht.
Grafik I: Browserverteilung im Januar 2012 und 2011 im Vergleich

Die Tendenz zu einem markant höheren Anteil mobiler Systeme zeigt sich auch bei den Betriebssytemen: Der Anteil von Klassenprimus Windows sinkt von 77.6 auf 66.1 Prozent, was immer noch deutlich für den Spitzenplatz reicht. Während Apples Mac OS praktisch unverändert auf 12 Prozent stagniert, wird es vom eigenen mobilen Pendant iOS mit mittlerweile 15.7 Prozent (im Vorjahr 7.9 Prozent) klar überflügelt. Im Gegensatz zu 2011 wurden also im Januar 2012 über iPhone, iPad und iPod insgesamt mehr Internet-Besuche abgewickelt als über alle Mac OS-Geräte. Auch bei den Betriebssystemen wächst Androids Anteil am stärksten, nämlich analog zum Browsing von 1 auf 3.5 Prozent. Überraschungsgast unter den Expandierern ist sicher Linux: Mit einem Wachstum von 0.7 auf 1.4 Prozent verdoppelt sich die Zahl der Besuche im Vorjahresvergleich.
Grafik II: Betriebssystemverteilung im Januar 2012 und 2011 im Vergleich

