Nächste Runde im Quoten-Debakel

Das Debakel um die Quoten geht in eine neue Runde, so scheint es. Denn die superprovisorische Verfügung gegen die Publikation von Daten aus dem neuen TV-Panel von Mediapulse gilt nun explizit auch für die betroffenen TV-Sender und -Vermarkter.

Wie 20 Minuten schreibt, könnte SRF jetzt gar eine Klage drohen, weil es die Zahlen bereits publik gemacht hat. Eine Klage ist jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Wie das Obergericht Nidwalden gegenüber Werbewoche.ch bestätigte, handelt es sich bei der Ausdehnung des Publikationsverbotes lediglich um eine Erweiterung der bestehenden provisorischen Verfügung.

SRF und Tele Züri kommunizierten Anfang April ihre Daten, trotz superprovisorischer Verfügung (Werbewoche.ch berichtete). Die Publikation erfolgte mit der Begründung, dass die Verfügung nur an Mediapulse gerichtet war. Dem habe das Obergericht Nidwalden nun explizit widersprochen, heisst es bei 20 Minuten. Und somit hätten SRF und Tele Züri gegen die Verfügung verstossen. Ihnen drohe eine Strafe von bis zu 10'000 Franken. Ob 3+ gegen die fehlbaren Sender klagen werde, liess der Sender auf Anfrage von 20 Minuten offen.
 

Zum Artikel auf 20minuten.ch

 

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