Moritz Suter zahlte für die BZM nur gut eine Million Franken
Moritz Suter hat für den Kauf der Basler Zeitung Medien wenig eigenes Geld aufgewendet. Nun wollen die Kreditgeber, dass das Unternehmen saniert wird.
Schon als er Ende November 2010 die Basler Zeitung Medien (BZM) kaufte, sagte Moritz Suter an einer Pressekonferenz in Basel, er habe «fast nichts» bezahlt. Nun wird Suter konkreter. «Ein wenig mehr als eine Million musste ich bezahlen. Das weiss man», erklärte er auf Anfrage der NZZ am Sonntag.
Der Tessiner Financier Tito Tettamanti und der Basler Anwalt Martin Wagner hatten Anfang 2010 rund 70 Millionen Franken für die Basler Mediengruppe bezahlt und zusätzlich Schulden in der Höhe von rund 100 Millionen Franken übernommen. Gemessen daran ist die Summe von «ein wenig mehr als einer Million» verschwindend klein. Wie er den Kauf finanzieren hat können, will er gemäss der NZZ am Sonntag nicht verraten. «Die, die mir den Kredit gegeben haben, wollen, dass wir das Unternehmen schnell sanieren», erklärt er aber. Die anonymen Kreditgeber seien also daran, eine Richtung vorzugeben, schreibt die Sonntagspublikation – offen sei, ob sich Suter daran halte. «Sanieren» bedeute Stellenabbau, und damit tue sich der 67-jährige Basler schwer.
Nicht nur Suter ist für wenig Geld in die Mediengruppe eingestiegen – auch bei Martin Wagner soll dies der Fall gewesen sein. Vom Basler Wirtschaftsanwalt hatte es stets geheissen, dass er ein Viertel der Aktien des Basler Medienunternehmens halte. Tatsächlich hielt er lediglich ein Viertel der BaZ-Holding-Aktien, wie er gegenüber der NZZ am Sonntag bestätigte. Es soll sich dabei um 250'000 Franken handeln.
(Bild: Keystone)
