Mörgeli zeigt «Rundschau»-Macher an

Nächste Runde im «Rundschau»-Streit: Christoph Mörgeli hat laut Sonntagsblick Redaktionsleiter Mario Poletti, Moderator Sandro Brotz und Redaktor Marc Meschenmoser angezeigt.

Dem Sonntagsblick liegt das Schreiben, das Mörgeli an die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich richtet, vor. Der Nationalrat klagt wegen Ehrverletzung, übler Nachrede und Verleumdung. Die drei TV-Journalisten hätten Mörgelis Ehre und seinen Ruf mit «ihren Falschdarstellungen und ihrem manipulativen Umgang mit Quellen» «aufs Schwerste verletzt», so die Anklageschrift. Mörgeli wirft der «Rundschau» konkret vor, zwei der im Beitrag zitierten Zeugen hätten gar nicht bei ihm promoviert. Ausserdem habe man eine Aussage von ihm so verkürzt, dass sie ins Gegenteil verdreht wurde. Beim SRF weiss man noch nichts von der Strafanzeige und kann deshalb auch noch keine Stellung zu den neusten Ereignissen nehmen. Sprecher Stefan Wyss erinnert aber gegenüber dem Sonntagsblick nochmals an das Urteil der Unabhängigen Beschwerdeinstanz UBI, welche die Beschwerde Mörgelis mit acht zu null Stimmen ablehnte. Ausserdem stütze eine Expertenkomission der Uni Zürich die «Rundschau»-Berichterstattung. (hae)

rundschau-angeklagt
Von Mörgeli angezeigt: Mario Poletti, Sandro Brotz und Marc Meschenmoser (Fotos: SRF)

Foto (Christoph Mörgeli): Keystone

More articles on the topic