Medienhäuser erhöhen Sicherheitsvorkehrungen

Die Schweizer Medienhäuser haben nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bewacht wird seit dem Vorfall das Axel Springer Gebäude in Zürich, in dem die Weltwoche untergebracht ist.

Dies bestätigte die Stadtpolizei Zürich der Nachrichtenagentur SDA. Man habe die Medienhäuser in eine Lagebeurteilung einbezogen, heisst es auf Anfrage.

Bei der NZZ steht man ebenfalls in Kontakt mit der Stadtpolizei. Bis jetzt gebe es aber keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für NZZ-Mitarbeitende, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die SRG analysiere die Risiken und die Sicherheitsmassnahmen permanent, erklärte Sprecher Daniel Steiner auf Anfrage. Das sei aber bereits vor dem Anschlag auf Charlie Hebdo der Fall gewesen. Steiner möchte nicht sagen, welche konkreten Massnahmen getroffen wurden. Die Sicherheit in verschiedenen Redaktionen sei aber erhöht worden. Ein Nullrisiko könne es aber nie geben.

Bedeckt hält sich auch Ringier. Man verfüge über ein umfassendes Sicherheitsdispositiv an seinen Standorten, heisst es auf Anfrage. Zu den Details gibt das Unternehmen aber aus Sicherheitsgründen keine Auskunft. Besonderes Augenmerk gelte exponierten Redaktionsräumlichkeiten. Nach den gestrigen Ereignissen in Paris seien intern sämtliche relevanten Stellen zusätzlich für das Thema sensibilisiert worden. Gemäss Blick.ch sind auch vor dem Pressehaus von Ringier, wo sich die Blick-Redaktion befindet, mehr Polizei-Patrouillen zu beobachten. 

Tamedia verfolge die Entwicklung nach dem Anschlag wachsam, heisst es bei dem Unternehmen auf Anfrage. Man habe jedoch bereits vor einigen Jahren entsprechende Sicherheitsmassnahmen eingeführt.

Keine Hinweise auf Bedrohungen beim Bund

Zum Schutz des Medienzentrums Bundeshaus sind keine zusätzlichen Massnahmen geplant. Zuständig dafür ist der Bundessicherheitsdienst. Diesem lägen derzeit keine Hinweise auf spezifische Bedrohungen oder gar konkrete Pläne für Anschläge vor, sagte Stefan Kunfermann, Sprecher des Bundesamts für Polizei (fedpol), auf Anfrage. (SDA)

Teaserbild: Keystone

More articles on the topic