Joiz Schweiz schliesst – 75 Mitarbeitende betroffen
Aus für das Schweizer Jugendfernsehen Joiz. Der Verwaltungsrat hat wegen Überschuldung die Bilanzen der beiden Schweizer Firmen Joiz Schweiz und Joiz IP beim Konkursgericht Zürich deponiert. 75 Mitarbeitende sind von der Schliessung betroffen.

Übernahme-Gespräche gescheitert
Der Entscheid, die Aktivität in der Schweiz einzustellen, fiel dem Verwaltungsrat schwer, wie es heisst. «Joiz stand an vordester Front der interaktiven, multimedialen Kommunikation und hat mit den sehr engagierten Mitarbeitenden viele neue Produkte entwickelt», wird der Präsident des Gremiums, Gaudenz Trapp, in der Mitteilung zitiert. Aber die neue Finanzierungsrunde, welche für eine Weiterentwicklung des Unternehmens notwendig gewesen wäre, kam nicht zustande. «Gespräche mit Schweizer Medienhäusern über eine mögliche Übernahme von Joiz Schweiz waren nicht erfolgreich», so Trapp. Der Redaktionsbetrieb wird voraussichtlich in den kommenden Tagen eingestellt, wie Sprecher Jürg Wildberger auf Anfrage sagte. Dieser Entscheid wird aber dem vom Konkursgericht Zürich eingesetzten Konkursverwalter obliegen. Joiz wurde 2011 in Zürich gegründet. Derzeit betreibt das Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland zwei HD-Fernsehsender. Diese produzieren «interaktive, medienübergreifende Unterhaltungsprogramme für eine junge Generation», wie es in der Mitteilung heisst. Insbesondere kombinierte Joiz klassisches Fernsehen mit Online-Inhalten, etwa auf den sozialen Medien. (SDA)
