Internetforschung: Wemf und SRG-Forschungsdienst kooperieren

Die Gespräche über eine Zusammenarbeit im Bereich der Internetforschung tragen Früchte.

Seit dem Frühjahr haben der
Forschungsdienst der SRG und die Wemf AG für Werbemedienforschung
Gespräche über eine Zusammenarbeit im Bereich der Internetforschung geführt, um
der Absenz einer einheitlichen Währung für Internetnutzungsdaten
entgegenzuwirken (vgl. Werbewoche 11/2005).
Jetzt machen sie Nägel mit
Köpfen: Forschungsdienst und Wemf haben beschlossen, in diesem Gebiet
zu kooperieren, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Forschung soll
einer spezialisierten Firma übertragen werden, die auf den 1. Januar
gegründet wird. Die beiden Forschungsinstitute wollen der
Internetbranche Nutzungs-, Werbemarkt- und Gesamtmarktdaten zur
Verfügung stellen. Es sei vorgesehen, eine Analogie zum deutschen
Drei-Säulen-Modell der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF) zu
entwickeln. Dabei bildet eine on-site-Befragung mittels
Online-Fragebogen (user-centric) die erste Säule, die Messung der
Zugriffe auf Websites (site-centric) stellt die zweite und eine
repräsentative Telefonbefragung die dritte Säule. Die Wemf und der
Forschungsdienst wollen die unterschiedlichen, heute in der Schweiz
schon betriebenen Messsysteme und Befragungen (wie NetAudit, MA Comis,
NetBase oder MMXI) mittelfristig in ein gemeinsames System integrieren.

Die neue Internetforschung soll sowohl für die Mediaplanung wie für
Programmforschung und strategische Fragestellungen Nutzungsdaten zur
Verfügung stellen. Das Forschungsmodell ist laut Communiqué in enger
Zusammenarbeit mit den zukünftigen Kunden und Datenbezügern entwickelt
worden. Diese sind seit Anfang 2005 in einem Roundtable organisiert und
nun daran, gemeinsam mit dem Forschungsdienst und der Wemf ein
Trägerschafts- und Finanzierungsmodell auszuarbeiten.

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