Hausfrau bedrohte Blick-Mitarbeiter

Eine Ostschweizerin bedrohte Blick-Journalisten und Ringier-Kaderleute massiv. Grund: Sie war eifersüchtig auf die gezeigten nackten Frauen.

Wie die Sonntagszeitung in der aktuellen Ausgabe schreibt, drohte die 51-Jährige während zwei Jahren Journalisten, der Chefredaktion und dem Ringier-Verlags-Kader per Post mit «bluttriefenden Gewaltfantasien». Sie forderte, es dürfen «keine Frauen mit nackten Brüsten» mehr im Blick veröffentlicht werden – ansonsten würde sich beispielsweise der damalige Chefredaktor «mit durchgeschnittener Kehle auf irgendeiner Mülldeponie wiederfinden».

Der absurde Zorn der Frau richtete sich auch direkt gegen die Frauen der Rubrik «Star des Tages» – Leserinnen, die sich in erotischen Posen fotografieren lassen. Das «Girl des Jahres» 2012, eine damals 19-Jährige Frau, wurde mit dem Tod bedroht, sollte sie sich nochmals nackt in der Zeitung zeigen. Ebenfalls den Hass der Frau zu spüren bekamen Inserenten der Zeitung. Einem Sex-Shop drohte sie mit einem «schrecklichen Blutvergiessen beim Personal», wenn weiterhin «solche Werbung» im Blick erscheine. Einem anderen Sex-Shop kündigte sie «einen Bomben-Anschlag auf Euren Laden» an.

Nach aufwendigen Ermittlungen konnte die Polizei die Absenderin schliesslich ausfindig machen. Die «Auflösung» klingt wie aus einem schlechten Film: Die Schweizerin war eifersüchtig, weil sich ihr Ehemann für die nackten Frauen in der Zeitung interessierte. Sie ist geständig und bereut die Drohungen. Am 27. Oktober wurde sie zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. (hae/sz)

Teaserbild: Blick.ch/Blick (Foto: Michael Mey)
 

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