Gewinn an der Werdstrasse

Konzernzahlen Nach dem positiven Abschluss 2004 setzt Tamedia die erfreuliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2005 fort.

Konzernzahlen Das Betriebsergebnis
von Tamedia ist wieder erfreulich ausgefallen.Nach dem positiven Jahresabschluss 2004
setzt das Zürcher Medienhaus Tamedia die erfreuliche Entwicklung im
ersten Halbjahr 2005 fort. Der Betriebsertrag stieg um 14,3 Prozent auf
321 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) erhöhte sich
überproportional um 131 Prozent auf 50,9 Millionen Franken. Die vier
Konzernbereiche weisen erstmals alle ein positives Ebit aus. Das
Konzernergebnis stieg von 17,9 Millionen  auf 41,8 Millionen
Franken.
Der Betriebsertrag der Zeitungen stieg um 28,4 Prozent auf 221,8
Millionen Franken. Die Kosten für die Lancierung der Car4you-Zeitung
und für die erste Regionalausgabe des Tages-Anzeigers konnten dank dem
erstmals konsolidierten 20 Minuten und der positiven Entwicklung beim
Kadermarkt Alpha, dem Magazin und der SonntagsZeitung deutlich
überkompensiert werden. Das Betriebsergebnis im Zeitungsbereich stieg
um rund die Hälfte auf 37 Millionen Franken.
Durch den Verkauf der Kinderzeitschrift Spick ging der Umsatz bei den
Zeitschriften um 6 Prozent auf 44,1 Millionen Franken zurück. Der
Werbemarkt in diesem Segment bleibt schwierig. Das Ebit konnte sich
zwar deutlich in den schwarzen Zahlen halten, sank allerdings um rund
ein Drittel auf 2,4 Millionen Franken.

Elektronische Trendwende
Die elektronischen Medien zeigen eine erfreuliche Tendenz, nicht
zuletzt dank TeleZüri. Obwohl der Verkauf von Condor einen
Umsatzrückgang um 2,2 Millionen auf 25,5 Millionen Franken bewirkte,
kletterte das Ebit aus den roten Zahlen auf 2,9 Millionen Franken
(Vorjahr –5,6 Millionen).
Der Bereich Services konnte trotz den Verkäufen von Regor und dem Werd
Verlag den Umsatz von 101,5 Millionen halten. Dies ist in erster Linie
auf die höheren Umsätze und eine bessere Kapazitätsauslastung im
Druckzentrum Bubenberg zurückzuführen.
Tamedia rechnet für das zweite Halbjahr nicht mit deutlich steigenden
Umsätzen, angesichts der auf tiefem Niveau verharrenden Werbeausgaben
und der nur marginalen Erholung im Geschäft mit Stellenanzeigen. Der
positive Trend beim Betriebsergebnis sollte jedoch auch im zweiten
Halbjahr anhalten.

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