Florian Eder wird Chefredaktor von NZZ Deutschland

NZZ Deutschland treibt ihre Expansion voran: Ab Januar 2026 übernimmt der erfahrene Politikjournalist Florian Eder die Chefredaktion in Berlin. Er folgt auf Marc Felix Serrao, der die Redaktion seit 2017 aufgebaut hat.

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Florian Eder übernimmt die Chefredaktion von NZZ Deutschland. Quelle: zvg

Die NZZ setzt bei ihrer Deutschland-Strategie auf einen Wechsel an der Spitze: Mit Florian Eder (48) übernimmt ab 1. Januar 2026 ein versierter Politikjournalist die Leitung der Redaktion in Berlin. Er folgt auf Marc Felix Serrao, der Ende November zum Global Reporters Network von Axel Springer wechselt.

Digitale Kompetenz und weitreichendes Netzwerk

Eder bringt zwei Jahrzehnte journalistische Erfahrung mit. Seine Karriere führte ihn von der «Financial Times Deutschland» über Korrespondentenstellen in Italien und Brüssel zu «Welt» und «Welt am Sonntag». 2015 wechselte er zu POLITICO, wo er als Executive Editor Germany die redaktionelle Strategie verantwortete und das «Brussels Playbook» prägte. Seit 2023 leitet er bei der «Süddeutschen Zeitung» das digitale Premium-Format «SZ Dossier» und unterrichtet an der Florence School of Transnational Governance.

Klarer Fokus auf publizistische Weiterentwicklung

Eric Gujer, Chefredaktor der NZZ, sieht in Eder die ideale Besetzung: «Florian Eder vereint publizistische Exzellenz mit strategischem Weitblick. Mit ihm wollen wir NZZ Deutschland inhaltlich und organisatorisch weiterentwickeln und unsere Position im Markt weiter ausbauen.»

Unter Eders Führung soll das publizistische Profil weiter geschärft werden – mit Fokus auf die bewährte bürgerlich-liberale Haltung und die Schweizer Perspektive. Schwerpunkte werden in der Wirtschafts- und Ordnungspolitik, in Bildungsfragen sowie in der Aussen- und Sicherheitspolitik gesetzt.

Ambitionierte Wachstumsziele im deutschen Markt

Deutschland ist für die NZZ ein zentraler Wachstumsmarkt. Ein erheblicher Teil des digitalen Wachstums stammt bereits aus dem deutschen Markt, besonders stark entwickelt sich das Premium-Abonnement NZZ Pro. Bis 2030 strebt die NZZ eine Verdoppelung der Abonnentenzahl von derzeit rund 50’000 auf 100’000 an. Das Deutschland-Team soll von aktuell etwa 30 auf über 40 Vollzeitstellen bis Ende 2027 wachsen.

Marc Felix Serrao, der seit 2017 massgeblich am Aufbau der deutschen Präsenz beteiligt war, hat als Chefredaktor seit 2021 die Entwicklung vom Korrespondentenstandort zu einer eigenständigen Redaktion vorangetrieben. Unter seiner Führung wurden erfolgreiche Formate wie der Newsletter «Der andere Blick», der Politik-Podcast «NZZ Machtspiel» und die Veranstaltungsreihe «Zukunftsdialoge» etabliert.

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