«Es ist ein Privileg, über die Welt berichten zu dürfen»

32 Journalist:innen haben die zweijährige Diplomausbildung Journalismus des Maz erfolgreich abgeschlossen. Am Donnerstag haben sie in Luzern ihr Diplom entgegengenommen.

Am Donnerstag haben die jungen Journalist:innen in Luzern ihr Diplom entgegengenommen. (Bild: zVg.)

Während der Festredner und SRF-Korrespondent Martin Aldrovandi die frisch diplomierten Journalist:innen des Maz ermutigte, unbeirrt den eigenen Weg zu gehen, betonte die Maz-Direktorin Martina Fehr in ihrer Rede, wie dringend guter Journalismus gebraucht wird. «Für den Zusammenhalt der Gesellschaft, für den Kampf gegen Fake News und um gezielter Manipulation sowie der Verzerrung von Tatsachen entgegenzutreten.»

 

Recherchen über Krieg, den Geheimdienst und Crystal Meth

Die Absolvent:innen der Diplomausbildung Journalismus 2021-2023 kommen aus der Deutschschweiz sowie aus Liechtenstein und arbeiten für Radio, TV oder Print/Online-Medien von verschiedenen Schweizer Verlagen.

So vielfältig wie die Redaktionen sind auch die Themen, denen sich die jungen Journalist:innen in ihren Diplomarbeiten gewidmet haben: Eine Absolventin zeichnet die Geschichte ihres Grossvaters nach, der ein Doppelleben im Zeichen des Geheimdiensts geführt hat. Im Fokus einer anderen Arbeit stehen Konzerte von Schweizer Bands im Metaverse. Eine Journalistin hat getestet, wie einfach man sich über Social Media harte Drogen wie Crystal Meth besorgen kann. Themen, die in mehreren Diplomarbeiten aufgegriffen wurden, sind der russische Angriffskrieg in der Ukraine sowie Genderfluidität und sexuelle Identität: Transmenschen und ihre Geschichte standen bei mehreren Diplomarbeiten im Zentrum.

 

«Wenn man das aushält, gibt es keinen besseren Job»

Martin Aldrovandi, der für Radio SRF während sechs Jahren aus China berichtet hatte und nun seine neue Stelle als Südostasien-Korrespondent in Bangkok antreten wird, sagte: «Es ist ein Privileg, über die Welt berichten zu dürfen.» Als Korrespondent sei man zwar häufig auf sich allein gestellt. Aber: «Wenn man das aushält, gibt es keinen besseren Job.»

Aldrovandi riet den jungen Journalist:innen, stets neues auszuprobieren und sich von kritischem Feedback oder Ideen, die nicht funktioniert hätten, nicht entmutigen zu lassen. «Machen Sie einfach weiter!»

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