Eine allfällige Übernahme der Basler Zeitung müsste vor die Weko
Eine allfällige Übernahme der Basler Zeitung (BaZ) durch den Tamedia-Konzern muss laut einer Meldung der NZZ am Sonntag durch die Wettbewerbskommission begutachtet werden.

Dies bestätigte die Weko der Zeitung. Hauptgrund dafür sei, dass Tamedia in der Westschweiz bereits über eine marktbeherrschende Stellung verfüge und Übernahmen auf benachbarten, vor- oder nachgelagerten Märkten daher der Weko gemeldet werden müssten. Offen liess die Behörde allerdings, ob sie bereits über eine solche Transaktion informiert wurde.
Ob und wann die Gerüchte über eine Übernahme der BaZ durch Tamedia offiziell bestätigt werden, ist weiterhin offen. Gerechnet wurde damit bereits vergangene Woche (Werbewoche.ch berichtete) – eine entsprechende Meldung blieb aber bisher aus. Verschiedene Seiten gehen davon aus, dass die BaZ an Tamedia geht und die aktuellen Besitzer der Zeitung im Gegenzug die Gratiszeitung Tagblatt der Stadt Zürich und einen Geldbetrag erhalten. BaZ-Chefredaktor und Mitbesitzer Markus Somm soll seine Belegschaft am vergangenen Montag über einen anstehenden Besitzerwechsel informiert haben. Kritiker fürchten, dass durch die mögliche Übernahme die Medienkonzentration und publizistische Macht von Tamedia weiter erhöht wird. Das Medienunternehmen würde dann – nebst einer marktführenden Stellung in der Westschweiz – auch in der Deutschschweiz die wichtigsten Zeitungen in den drei grossen Agglomerationen Zürich, Bern und Basel besitzen. (hae)
