Der Bebbi ist zurück
Gratiszeitungen Eine wöchentliche Stadt-Zytig will es mit 20 Minuten, Baslerstab und BaZ aufnehmen.
Gratiszeitungen Eine wöchentliche Stadt-Zytig will es mit 20 Minuten, Baslerstab und BaZ aufnehmen.Beat Alder, der im Herbst 2004 abgesetzte Chef des Basler Zweitfernsehens Nordwest 5 (heute NW1), lanciert am 17. März in Basel das Gratiswochenblatt Stadt-Zytig. Es ist Alders zweites Zeitungsexperiment in Basel, vor 16 Jahren hatte er den Basler Bebbi (selig) lanciert.Doch anders als jenes Gratisblatt, das in alle Briefkästen gesteckt wurde, erscheint die Stadt-Zytig vorerst bloss mit 28350 Exemplaren Auflage, die an «Hunderte Restaurants» zum Auflegen verschickt wird.
Zudem wird das 32 Seiten starke Tabloidblatt jeweils am Donnerstagabend und Freitagvormittag in der Gross- und Kleinbasler Innenstadt verteilt. Vorgesehen sind auch Zeitungsboxen, eine Bewilligung steht noch aus. Wer das Blatt abonnieren will, bezahlt jährlich 100 Franken.
Inhaltlich kommt die Zeitung als Boulevardblatt daher – «aber mit längeren Texten als 20 Minuten und vor allem mit eigenen Primeurs», betont Alder. Wie zu Bebbis Zeiten will er sich in das lokale politische Geschehen einmischen. Primär aber will er eine Zeitung für Junge machen und stark auf das Wochenende fokussieren. Entsprechend gibt es Vorschauen zu Partys, Events und Veranstaltungen.
Wittert Alder seine Chance im Protest der Kulturschaffenden gegen die kostenpflichtigen Veranstaltungshinweise in der Basler Zeitung? «Das war nicht die Motivation, aber das kommt uns natürlich entgegen», sagt Alder. Die Stadt-Zytig sei jedenfalls auf ein gutes Echo gestossen.
Im siebenköpfigem Team sieht Alder sich als «Anzeigenverkäufer, Chefredaktor und Mädchen für alles». Eine vierfarbige ganzseitige Anzeige kostet brutto 3000 Franken.
Herausgeberin der Stadt-Zytig ist die Alder + Zehnder GmbH. Zehnder steht für den Verleger Rolf-Peter Zehnder, Chef des Verlagshauses Zehnder in Will SG und Herr über 22 Gratiszeitungen mit Schwerpunkt Ost- und Zentralschweiz. Alder hat vor zehn Jahren die beiden NOZ (Neue Oltner Zeitung und Neue Oberaargauer Zeitung) gegründet und ihm überlassen. Nun trat er mit dem neuen Projekt an Zehnder heran, der auch für den Druck besorgt sein wird Alder beteiligte sich beim jungen Verlag erst mit 2,5 Prozent, den Rest hält Zehnder. Vertraglich sei aber festgelegt, dass Alder bis zu 50 Prozent übernehmen kann, sagen beide.
Neuer Brückenkopf: Verleger Rolf-Peter Zehnder steigt in Basel ein.
Zudem wird das 32 Seiten starke Tabloidblatt jeweils am Donnerstagabend und Freitagvormittag in der Gross- und Kleinbasler Innenstadt verteilt. Vorgesehen sind auch Zeitungsboxen, eine Bewilligung steht noch aus. Wer das Blatt abonnieren will, bezahlt jährlich 100 Franken.
Inhaltlich kommt die Zeitung als Boulevardblatt daher – «aber mit längeren Texten als 20 Minuten und vor allem mit eigenen Primeurs», betont Alder. Wie zu Bebbis Zeiten will er sich in das lokale politische Geschehen einmischen. Primär aber will er eine Zeitung für Junge machen und stark auf das Wochenende fokussieren. Entsprechend gibt es Vorschauen zu Partys, Events und Veranstaltungen.
Wittert Alder seine Chance im Protest der Kulturschaffenden gegen die kostenpflichtigen Veranstaltungshinweise in der Basler Zeitung? «Das war nicht die Motivation, aber das kommt uns natürlich entgegen», sagt Alder. Die Stadt-Zytig sei jedenfalls auf ein gutes Echo gestossen.
Im siebenköpfigem Team sieht Alder sich als «Anzeigenverkäufer, Chefredaktor und Mädchen für alles». Eine vierfarbige ganzseitige Anzeige kostet brutto 3000 Franken.
Herausgeberin der Stadt-Zytig ist die Alder + Zehnder GmbH. Zehnder steht für den Verleger Rolf-Peter Zehnder, Chef des Verlagshauses Zehnder in Will SG und Herr über 22 Gratiszeitungen mit Schwerpunkt Ost- und Zentralschweiz. Alder hat vor zehn Jahren die beiden NOZ (Neue Oltner Zeitung und Neue Oberaargauer Zeitung) gegründet und ihm überlassen. Nun trat er mit dem neuen Projekt an Zehnder heran, der auch für den Druck besorgt sein wird Alder beteiligte sich beim jungen Verlag erst mit 2,5 Prozent, den Rest hält Zehnder. Vertraglich sei aber festgelegt, dass Alder bis zu 50 Prozent übernehmen kann, sagen beide.
Neuer Brückenkopf: Verleger Rolf-Peter Zehnder steigt in Basel ein.
Markus Knöpfli
