Aus Orange wird wohl wirklich Salt
Der Chef der Telekomfirma, Johan Andsjö, sprach im Interview mit der NZZ am Sonntag über den Namenswechsel.
Zwar bestätigt Andsjö den neuen Markennamen nicht explizit. Er kommentiert die Spekulationen aber wie folgt: «Ich kann dazu nur sagen: Falls dies die neue Marke sein sollte, so wäre das ein kurzer, einfacher Name, der im Alphabet vor Swisscom und Sunrise kommt.»
Grund für den Wechsel: Anfang 2017 läuft das fünfjährige Lizenzabkommen aus, welches Orange Schweiz unterzeichnete, um als Tochterfirma der französischen Orange deren Namen weiterbenutzen zu können. Um nicht unter Zeitdruck zu geraten, habe man die Entscheidung bereits im 2014 gefällt, so Andsjö.
Die Kosten für das Rebranding schätzt das Unternehmen auf rund 40 Millionen Franken. Dieser Betrag setzt sich aus der Neugestaltung der Shops und einer Erhöhung des Marketingaufwands zusammen, um die neue Marke zu kommunizieren.
Mit dem neuen Brand wird aber auch Geld gespart, da die Lizenzgebühr für den Namen Orange wegfällt. Andsjö: «Ich darf die genaue Zahl nicht nennen. Aber in den Medien wurde eine Spanne von 18 bis 20 Millionen Franken pro Jahr genannt.» Geht man von diesen Zahlen aus, fährt das Unternehmen mit dem neuen Brand bereits nach zwei Jahren billiger. Vor allem aber habe man bisher «in die Marke einer fremden Firma investiert, anstatt einen eigenen Brand aufzubauen», so Andsjö gegenüber der NZZ am Sonntag.
Nach dem Lancierungs-Event am kommenden Donnerstag schliesse man die Shops während 72 Stunden und statte sie neu aus, kündigte Andsjö im Interwiew mit der NZZ am Sonntag an. Das Ziel sei, dass mindestens 90 Prozent der Shops am Montag danach mit dem neuen Brand zu eröffnen.
Die Frage, ob die Schweizer Telekom-Anbieter durch den neuen (für aggressive Preissenkungen bekannten) Salt-Besitzer Xavier Niel mit einem Preiskampf konfrontiert sein werden, verneinte Andsjö. «Wir lancieren eine Premium-Marke. Xavier Niel ist heute in Frankreich, in Monaco, Israel und Singapur tätig und verfolgt überall eine andere Strategie. Trotzdem gibt es eine Art Xavier-Niel-DNA, und das ist Einfachheit und Innovation. Aber die Preissetzung ist von Markt zu Markt verschieden.» (NZZ am Sonntag/sis)
